Haut · Übungen & Falltraining
Haut · Übungsaufgaben
Originalfragen, Fälle & mündliches Training
Alle Kombinationsfragen enthalten die vollständigen Aussagen. Lösungen wurden medizinisch korrigiert und prüfungsnah erklärt.
Hinweis: Die Originalfragen sind gekennzeichnet. Die Rohdaten enthielten teils mehrere „ist richtig“-Zeilen; hier ist jeweils die fachlich korrekte Lösung hinterlegt.
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🔎 Effloreszenzen & Hautbefund beschreiben
Originalfrage
Welcher Begriff bezeichnet einen mit seröser Flüssigkeit gefüllten Hohlraum in oder unter der Oberhaut?
A
Quaddel
B
Abszess
C
Blase
D
Pustel
E
Kruste
Richtige Antwort: C – BlaseEine Blase/Bulla ist ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum. Ein kleines Bläschen heißt Vesicula.
Originalfrage
Charakteristische Lokalisationen von Hautkrankheiten: 1. endogenes Ekzem – Ellenbeuge 2. Psoriasis vulgaris – Ellenbogen 3. Erythema nodosum – Rücken 4. Zoster – Brustwand/Dermatom 5. Primäraffekt Lues I – Genitale
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 4 und 5
E
1–5 alle
Richtige Antwort: D – Nur 1, 2, 4 und 5Erythema nodosum sitzt typischerweise an den Streckseiten der Unterschenkel, nicht am Rücken. Die übrigen Zuordnungen sind typisch.
Originalfrage
Welche Aussage zur Gürtelrose trifft zu?
A
Großfleckiges, konfluierendes Exanthem mit hohem Fieber ist charakteristisch
B
überwiegend Alter 20–30 Jahre
C
erhöhte Temperatur kann nicht auftreten
D
in der Regel schmerzlos
E
Hauterscheinungen treten meist einseitig auf
Richtige Antwort: E – Hauterscheinungen treten meist einseitig aufHerpes zoster verläuft meist einseitig dermatomal und ist häufig schmerzhaft.
Originalfrage
Zu den Primäreffloreszenzen zählt:
A
Ulkus
B
Atrophie
C
Vesicula
D
Squama/Schuppe
E
Erosion
Richtige Antwort: C – VesiculaVesicula/Bläschen ist eine Primäreffloreszenz. Ulkus, Erosion, Schuppe und Atrophie sind Sekundäreffloreszenzen.
Originalfrage
Druckstellen bei bettlägerigen Patienten: 1. Darmbeinkamm 2. Steißbereich 3. Trochanterbereich 4. Ferse 5. Bauchnabelbereich
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Nur 2, 3, 4 und 5
Richtige Antwort: D – Nur 1, 2, 3 und 4Typische Dekubitusstellen sind knöcherne Vorsprünge: Sakrum, Fersen, Trochanter, Darmbeinkamm.
Originalfrage
Pruritus: 1. kann psychische Ursachen haben 2. bei Stoffwechselerkrankungen 3. typisch bei Allergien 4. bei Gallen-/Leberleiden 5. durch Medikamente
A
Nur 1, 2 und 4
B
Nur 1, 3 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 2, 3 und 5
E
Alle Aussagen
Richtige Antwort: E – Alle AussagenJuckreiz kann dermatologische, internistische, allergische, hepatobiliäre, medikamentöse und psychische Ursachen haben.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Wie beschreibst du einen Hautbefund prüfungstauglich?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Lokalisation, Ausbreitung, Symmetrie, Größe, Farbe, Begrenzung, Oberfläche, Effloreszenztyp, Sekundärveränderungen, Juckreiz/Schmerz, Allgemeinsymptome, Dauer/Verlauf und mögliche Trigger nennen.
🧩 Psoriasis & Differentialdiagnosen
Originalfrage
Welche Befunde sprechen am ehesten für Psoriasis? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Tophi am Ohr
B
Tüpfelnägel
C
Arthritis mit Befall kleiner Gelenke von Fuß und Hand
D
Milchschorf
E
Xanthelasmen
Richtige Antworten: B – Tüpfelnägel; C – Arthritis mit Befall kleiner Gelenke von Fuß und HandTüpfelnägel und Psoriasis-Arthritis sind typische Hinweise. Milchschorf passt eher zu atopischer Dermatitis.
Originalfrage
Scharf begrenzte Plaques an Streckseiten großer Gelenke mit groblamellärer silbrig glänzender Schuppung, kein Juckreiz. Sie vermuten:
A
Akne vulgaris
B
Keloid
C
Psoriasis
D
atopisches Ekzem
E
Urtikaria
Richtige Antwort: C – PsoriasisKlassisches Bild der Psoriasis vulgaris: Streckseiten, scharf begrenzte Plaques, silbrig-weiße Schuppen.
Originalfrage
Psoriasis: Wählen Sie zwei Antworten!
A
bei engem Kontakt ansteckend
B
auch behaarter Kopf kann befallen sein
C
Untergewicht erhöht Risiko
D
Haut- und Gelenkbefall müssen nicht korrelieren
E
Prädilektionsstellen sind Beugeseiten
Richtige Antworten: B – auch behaarter Kopf kann befallen sein; D – Haut- und Gelenkbefall müssen nicht korrelierenPsoriasis ist nicht ansteckend. Kopfhaut kann betroffen sein; Haut- und Gelenkbefall korrelieren nicht zwingend.
Originalfrage
Welches Erscheinungsbild beschreibt Psoriasis am genauesten?
A
scharf begrenzte rötliche Flecken mit silberweißen Schuppen
B
Lichenifikation
C
unscharf begrenzte flächenhafte Ausbreitung
D
blasige Hauterscheinung mit Rötung und Juckreiz
E
pflastersteinartige Schuppen
Richtige Antwort: A – scharf begrenzte rötliche Flecken mit silberweißen SchuppenPsoriasis zeigt scharf begrenzte erythematöse Plaques mit silberweißer Schuppung.
Originalfrage
Psoriasis: Wählen Sie zwei Antworten!
A
typisch schlaffe klare Blasen
B
gehört zu allergischen Hauterkrankungen
C
Arthritis, v. a. kleine Gelenke, möglich
D
Schleimhautbefall regelmäßig
E
Besserung häufig im Sommer
Richtige Antworten: C – Arthritis, v. a. kleine Gelenke, möglich; E – Besserung häufig im SommerPsoriasis-Arthritis ist möglich; UV-Licht/Sommer bessert häufig. Psoriasis ist keine allergische Erkrankung.
Originalfrage
Psoriasis: 1. Juckreiz schließt Diagnose weitgehend aus 2. Erkrankung des frühen Kindesalters 3. typische Nagelveränderungen 4. Schuppen mechanisch abbürsten 5. Koebner-Phänomen durch Reizung/Kratzen
A
Nur 3
B
Nur 1 und 4
C
Nur 3 und 5
D
Nur 1, 2 und 5
E
Nur 2, 3 und 4
Richtige Antwort: C – Nur 3 und 5Tüpfelnägel/Ölflecken sind typisch; Koebner-Phänomen: neue Herde nach mechanischer Reizung.
Fallbeispiel

Silberweiße Schuppen am Ellenbogen

Ein Patient zeigt scharf begrenzte Plaques an den Streckseiten mit silbrig-weißen Schuppen und Tüpfelnägeln.

StreckseitenTüpfelnägelsilberweiße Schuppen
SprintMed-Frage
Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A
Neurodermitis
B
Psoriasis
C
Skabies
D
Urtikaria
E
Vitiligo
Richtige Antwort: B – PsoriasisStreckseiten + silbrige Schuppung + Tüpfelnägel = Psoriasis.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Unterscheide Psoriasis und Neurodermitis.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Psoriasis: Streckseiten, scharf begrenzte Plaques, silberweiße Schuppen, Tüpfelnägel, Koebner-Phänomen, ggf. Arthritis. Neurodermitis: Beugeseiten, starker Juckreiz, atopische Anamnese, Milchschorf, Lichenifikation, weißer Dermografismus.
🌿 Ekzem, Neurodermitis & Seborrhoisches Ekzem
Originalfrage
Neurodermitis: 1. bevorzugt Hals, Gesicht und Gelenkbeugen 2. gehört zum atopischen Formenkreis 3. chronisch-rezidivierende Entzündung der Haut 4. Juckreiz, Rötung, Nässen, Schuppung, Krustenbildung 5. verschlechtert sich meist deutlich mit zunehmendem Alter
A
Nur 2 und 4
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Alle
Richtige Antwort: D – Nur 1, 2, 3 und 4Neurodermitis ist atopisch, chronisch-rezidivierend und juckend. Sie bessert sich häufig mit zunehmendem Alter, deshalb ist 5 falsch.
Originalfrage
Ekzem: 1. Kontaktekzem kann allergisch sein 2. atopisches Ekzem nur Kleinkinder 3. Exanthem zeigt häufig typisches Verteilungsmuster und zeitlichen Ablauf 4. häufiges Duschen/Seife/Parfüm zerstört Hautschutz 5. akutes nässendes Ekzem grundsätzlich mit fettender Salbe behandeln
A
Nur 1 und 4
B
Nur 2 und 3
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 1, 4 und 5
E
Alle
Richtige Antwort: C – Nur 1, 3 und 4Kontaktekzeme können allergisch sein; Exantheme haben oft typischen Verlauf; Hautbarriere wird durch häufiges Waschen/Seifen gestört. Akut nässend eher feucht/kühlend, nicht fettend.
Originalfrage
Verdacht auf atopisches Ekzem: Wählen Sie zwei Antworten!
A
schuppende Hautveränderungen in Ellenbeugen
B
Bauchglatze
C
periorale Zyanose
D
Milchschorf im Säuglingsalter
E
Trommelschlegelfinger
Richtige Antworten: A – schuppende Hautveränderungen in Ellenbeugen; D – Milchschorf im SäuglingsalterBeugenekzem und Milchschorf in der Vorgeschichte stützen ein atopisches Ekzem. Wichtig: Periorale Blässe wäre ebenfalls ein mögliches Atopiezeichen; deshalb wurde die ursprüngliche Antwortoption hier eindeutig als „periorale Zyanose“ formuliert.
Originalfrage
Atopisches Ekzem: Welche Hinweise stützen den Verdacht? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Juckreiz
B
Tüpfelnägel
C
Striae distensae
D
Milchschorf im Säuglingsalter
E
Xanthelasmen
Richtige Antworten: A – Juckreiz; D – Milchschorf im SäuglingsalterJuckreiz und Milchschorf in der Säuglingszeit sind typisch. Tüpfelnägel sprechen für Psoriasis.
Originalfrage
Neurodermitis: 1. atopisches Ekzem 2. akut Rötung/Krustenbildung 3. Juckreiz typisch 4. häufig bei Säuglingen/Kleinkindern 5. weißer Dermografismus gehäuft
A
Nur 4 und 5
B
Nur 2, 3 und 5
C
Nur 1, 2, 3 und 4
D
Nur 1, 3, 4 und 5
E
Alle Aussagen
Richtige Antwort: E – Alle AussagenAlle Aussagen sind richtig. Weißer Dermografismus ist prüfungsrelevant.
Originalfrage
Seborrhoisches Ekzem des Erwachsenen: Wählen Sie zwei Antworten!
A
behaarter Kopf und Gesicht sind Prädilektionsstellen
B
stark rückfettende Haar-/Hautpflege empfohlen
C
häufig Besserung in Sommermonaten
D
allergische Reaktion auf Kosmetika
E
HP-Behandlungsverbot
Richtige Antworten: A – behaarter Kopf und Gesicht sind Prädilektionsstellen; C – häufig Besserung in SommermonatenSeborrhoisches Ekzem betrifft talgdrüsenreiche Areale wie Kopf/Gesicht und bessert sich oft im Sommer.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Was ist beim akuten nässenden Ekzem wichtig?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Akut nässend: eher feucht/kühlend, austrocknend und reizarm; nicht primär stark fettende Salben. Chronisch trocken: rückfettend/barrierestärkend. Trigger vermeiden.
⚠️ Hauttumoren & ABCDE-Regel
Originalfrage
Zu den bösartigen Tumoren der Haut zählen … Wählen Sie zwei Antworten!
A
Nävuszellnävus
B
Hämangiom
C
Spinaliom
D
malignes Melanom
E
Fibrom
Richtige Antworten: C – Spinaliom; D – malignes MelanomSpinaliom/Plattenepithelkarzinom und malignes Melanom sind bösartig.
Originalfrage
Basalzellkarzinom: Wählen Sie zwei Antworten!
A
sehr häufiger maligner Hauttumor mit lokal destruierendem Wachstum
B
metastasiert in über 90 % früh
C
tritt vor allem lichtexponiert an Gesicht, Kopf, Hals, Dekolleté auf
D
hohe spontane Selbstheilung
E
am häufigsten 30–40 Jahre
Richtige Antworten: A – sehr häufiger maligner Hauttumor mit lokal destruierendem Wachstum; C – tritt vor allem lichtexponiert an Gesicht, Kopf, Hals, Dekolleté aufDas Basalzellkarzinom ist ein sehr häufiger maligner Hauttumor. Es wächst lokal destruierend, metastasiert aber äußerst selten und tritt bevorzugt an chronisch lichtexponierten Arealen auf.
Originalfrage
Malignes Melanom: 1. bevorzugt hellhäutige Menschen 2. grenzt sich farblich immer gut ab 3. tritt nicht an Schleimhäuten auf 4. sollte frühzeitig operativ entfernt werden 5. neigt zu lymphogener und hämatogener Metastasierung
A
Nur 1 und 4
B
Nur 4 und 5
C
Nur 1, 3 und 5
D
Nur 1, 4 und 5
E
Alle
Richtige Antwort: D – Nur 1, 4 und 5Melanom kann auch Schleimhäute und Auge betreffen und ist nicht immer klar abgegrenzt. Frühzeitige Exzision ist wichtig; Metastasierung früh möglich.
Originalfrage
Welche Aussage zu Hauttumoren trifft zu?
A
Basaliome metastasieren sehr schnell
B
Melanom entsteht immer aus bestehendem Nävus
C
Melanome sind stets dunkel und gut sichtbar
D
Melanom kann sich auch auf der Aderhaut bilden
E
Spinaliom tritt typischerweise bei Kindern auf
Richtige Antwort: D – Melanom kann sich auch auf der Aderhaut bildenMelanome können auch am Auge, z. B. an der Aderhaut, entstehen.
Originalfrage
Melanom: 1. entwickelt sich aus Melanozyten 2. grenzt sich farblich nicht immer gut ab 3. tritt nicht an Schleimhäuten auf 4. sollte frühzeitig operativ entfernt werden 5. metastasiert erst spät lymphogen/hämatogen
A
Nur 2 und 5
B
Nur 1, 2 und 4
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 2, 4 und 5
E
Alle
Richtige Antwort: B – Nur 1, 2 und 4Melanom entsteht aus Melanozyten, ist oft unregelmäßig begrenzt/farblich uneinheitlich und soll früh entfernt werden. Schleimhautmelanome gibt es; Metastasierung kann früh erfolgen.
SprintMed-Frage
Welche ABCDE-Kriterien sprechen besonders für ein malignes Melanom?
A
Asymmetrie, Begrenzung unregelmäßig, Colorit uneinheitlich, Durchmesser/Zunahme, Evolution
B
Auswurf, Blässe, Druckschmerz, Ekzem
C
Akut, beidseitig, blass, druckdolent
D
Atopie, Blasen, Derbheit, Exanthem
E
Atemnot, Bradykardie, Durchfall, Erythem
Richtige Antwort: A – Asymmetrie, Begrenzung unregelmäßig, Colorit uneinheitlich, Durchmesser/Zunahme, EvolutionABCDE: Asymmetrie, Begrenzung, Color/Colour, Durchmesser/Dynamik, Evolution/Erhabenheit.
SprintMed-Frage
Glasiges Knötchen mit perlschnurartigem Rand und Teleangiektasien an der Nase. Am ehesten:
A
Basalzellkarzinom
B
Akne vulgaris
C
Tinea corporis
D
Neurodermitis
E
Erythema nodosum
Richtige Antwort: A – BasalzellkarzinomBasaliom: perlschnurartiger Rand, Teleangiektasien, lichtexponierte Areale.
SprintMed-Frage
Welche Aussage zur Leukoplakie ist prüfungsrelevant?
A
immer harmlos
B
weißliche nicht abwischbare Schleimhautveränderung, Präkanzerose möglich
C
typisch Psoriasis
D
immer durch Milben
E
wird mit Bachblüten behandelt
Richtige Antwort: B – weißliche nicht abwischbare Schleimhautveränderung, Präkanzerose möglichLeukoplakie ist eine nicht abwischbare weiße Schleimhautveränderung und kann präkanzerös sein. Ärztlich/zahnärztlich abklären.
Fallbeispiel

Unregelmäßiges Pigmentmal

Ein Pigmentmal ist asymmetrisch, unregelmäßig begrenzt, mehrfarbig und hat in den letzten Monaten zugenommen.

ABCDE positivDynamikmehrfarbig
SprintMed-Frage
Was ist korrekt?
A
abwarten
B
Melanomverdacht, sofort dermatologisch abklären
C
immer Basaliom
D
nur kosmetisches Problem
E
Bachblüten
Richtige Antwort: B – Melanomverdacht, sofort dermatologisch abklärenABCDE-positive Läsionen sind Melanomverdacht und müssen dermatologisch abgeklärt werden.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Erkläre Basaliom, Spinaliom und Melanom kurz.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Basaliom: häufig, lichtexponiert, perlschnurartig, lokal destruierend, metastasiert sehr selten. Spinaliom: Plattenepithelkarzinom, UV/Präkanzerosen, metastasiert eher als Basaliom. Melanom: aus Melanozyten, ABCDE, frühe lymphogene/hämatogene Metastasierung möglich, dringend abklären.
🦠 Infektionen, Skabies, Tinea & Erysipel
Originalfrage
Candidose/Soor: 1. durch Bakterien 2. Erreger auch bei Gesunden 3. weißliche Beläge auf Zunge/Gaumen/Wange 4. Intertrigo-Soor unter Brust grundsätzlich HP-Behandlungsverbot 5. Immungeschwächte besonders gefährdet für systemische Candidose
A
Nur 2 und 3
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 5
D
Nur 3, 4 und 5
E
Nur 1, 2, 3 und 4
Richtige Antwort: C – Nur 2, 3 und 5Candida ist ein Pilz und kann bei Gesunden vorkommen. Weißliche Beläge sprechen für Soor. Bei Immunsuppression besteht systemisches Risiko. Kein generelles HP-Verbot bei Intertrigo.
Originalfrage
Welche Hauterscheinungen entstehen auf dem Boden einer Infektion? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Vitiligo
B
Dellwarzen
C
Psoriasis
D
Tinea
E
Basaliom
Richtige Antworten: B – Dellwarzen; D – TineaDellwarzen werden durch Molluscum-contagiosum-Viren verursacht, Tinea durch Dermatophyten/Pilze.
Originalfrage
Welche Aussage zur Skabies trifft zu?
A
Juckreiz ist nicht zu beobachten
B
typisch betroffen: Interdigitalfalte, Genitalbereich, vordere Axillarlinie
C
Erreger ist Schildzecke
D
Therapie mit Antimykotikum
E
Ansteckungsgefahr gering
Richtige Antwort: B – typisch betroffen: Interdigitalfalte, Genitalbereich, vordere AxillarlinieSkabiesmilben befallen typischerweise Interdigitalräume, Handgelenke, Genitalbereich und Axillarregion. Juckreiz ist stark, oft nachts.
Originalfrage
Welche Faktoren können Akne vulgaris verstärken? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Ernährung mit hohem glykämischen Index
B
Vitamin D
C
hoher Blutdruck
D
hormonelle Schwankungen
E
regelmäßige milde, nicht-komedogene Hautreinigung
Richtige Antworten: A – Ernährung mit hohem glykämischen Index; D – hormonelle SchwankungenEin hoher glykämischer Index und hormonelle Schwankungen können Akne verschlechtern. Ölige/okklusive oder bestimmte berufliche Expositionen können ebenfalls akneiforme Veränderungen fördern; deshalb ist die falsche Antwort hier bewusst eindeutig formuliert.
Originalfrage
Erysipel: Wählen Sie zwei Antworten!
A
am häufigsten Intertrigines Leisten/Ellenbeugen
B
Komplikation: Rezidiv mit Lymphstau
C
Viruserkrankung
D
Fieber schließt aus
E
Tinea pedis kann Eintrittspforte sein
Richtige Antworten: B – Komplikation: Rezidiv mit Lymphstau; E – Tinea pedis kann Eintrittspforte seinErysipel ist eine bakterielle Infektion, oft Streptokokken. Tinea pedis kann Eintrittspforte sein; Rezidive können Lymphstau fördern.
SprintMed-Frage
Nächtlicher starker Juckreiz, Papeln in Interdigitalräumen und mehrere Familienmitglieder betroffen. Wahrscheinlich?
A
Psoriasis
B
Skabies
C
Vitiligo
D
Basaliom
E
SLE
Richtige Antwort: B – SkabiesSkabies zeigt starken nächtlichen Juckreiz und typische Lokalisationen; Kontaktpersonen können betroffen sein.
SprintMed-Frage
Akut scharf begrenzte, überwärmte, schmerzhafte Rötung am Unterschenkel mit Fieber. Am ehesten:
A
Erysipel
B
Vitiligo
C
Psoriasis
D
Xanthelasma
E
Keloid
Richtige Antwort: A – ErysipelErysipel ist akute bakterielle Hautinfektion mit Fieber und scharf begrenzter Rötung. Ärztliche Abklärung/Antibiotika.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Welche infektiösen Hautbefunde sind für die Prüfung wichtig?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Skabies: nächtlicher Juckreiz, Interdigitalräume. Tinea: Pilzinfektion, oft randbetont. Erysipel: scharf begrenzte überwärmte Rötung mit Fieber, Eintrittspforte z. B. Tinea pedis. Zoster: einseitig dermatomal, schmerzhaft. Soor: Candida, weißliche Beläge.
🚨 Notfälle, Kollagenosen & Red Flags
Originalfrage
Kollagenosen: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Erkrankungen überwiegend im Darmbereich
B
Krankheitsgruppe, die generalisiert vorzugsweise Bindegewebe betrifft
C
Ursache ist Nebennierenrindenstörung
D
im Spätstadium meist maligne Entartung
E
Sklerodermie und Sjögren-Syndrom gehören dazu
Richtige Antworten: B – Krankheitsgruppe, die generalisiert vorzugsweise Bindegewebe betrifft; E – Sklerodermie und Sjögren-Syndrom gehören dazuKollagenosen sind systemische Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes. Sklerodermie und Sjögren gehören dazu.
Originalfrage
Angioödem/Quincke-Ödem: Wählen Sie zwei Antworten!
A
akutes Ödem häufig an Lippen oder Augenlidern
B
möglicher Auslöser ist ASS
C
Ursache erhöhter hydrostatischer Druck
D
geht meist mit Gewichtszunahme einher
E
Therapie: Flüssigkeitsbeschränkung/Diuretika
Richtige Antworten: A – akutes Ödem häufig an Lippen oder Augenlidern; B – möglicher Auslöser ist ASSQuincke-Ödem ist ein akutes Schwellungsereignis, oft an Lippen/Augen/Zunge. ASS kann Auslöser sein. Larynxödem = Notfall.
Originalfrage
Bei schmetterlingsförmiger Rötung im Gesicht ist differentialdiagnostisch am ehesten zu denken an:
A
Aortenklappenstenose
B
Hyperkaliämie
C
Lupus erythematodes
D
Hypothyreose
E
akutes Leberversagen
Richtige Antwort: C – Lupus erythematodesSchmetterlingserythem ist ein klassischer Hinweis auf SLE.
Originalfrage
Eine Mikrostomie ist charakteristisch für:
A
Lupus erythematodes
B
Sklerodermie
C
Sjögren-Syndrom
D
Dermatomyositis
E
Morbus Bechterew
Richtige Antwort: B – SklerodermieSklerodermie führt zu Hautverhärtung und kann eine verkleinerte Mundöffnung verursachen.
Originalfrage
Urtikaria: 1. Quaddeln durch epithelisierte flüssigkeitsgefüllte Hohlräume 2. bei akuter Urtikaria mit Gesichtsschwellung sind Bach-Blüten Rescue geeignet 3. Wärme und Druck können auslösen 4. Allergiediagnostik kann notwendig sein 5. Juckreiz selten
A
Nur 2 und 3
B
Nur 3 und 4
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 1, 4 und 5
E
Alle
Richtige Antwort: B – Nur 3 und 4Quaddeln sind flüchtige Ödeme, keine epithelisierten Hohlräume. Wärme/Druck können Trigger sein, Allergiediagnostik je nach Verdacht. Juckreiz ist häufig.
SprintMed-Frage
Eine Patientin hat rasche Schwellung von Lippen und Zunge nach ASS-Einnahme. Was ist die wichtigste Einschätzung?
A
harmloses Lippenekzem
B
Quincke-Ödem mit Atemwegsnotfall-Risiko
C
Psoriasis guttata
D
Basaliom
E
Skabies
Richtige Antwort: B – Quincke-Ödem mit Atemwegsnotfall-RisikoAngioödem an Zunge/Larynx kann lebensbedrohlich sein. Notfallmanagement.
SprintMed-Frage
Welche Aussage zu Dekubitus ist korrekt?
A
tritt nur am Bauchnabel auf
B
entsteht durch Druck/Scherkräfte, besonders über Knochenvorsprüngen
C
ist immer allergisch
D
hat nichts mit Lagerung zu tun
E
ist eine Viruserkrankung
Richtige Antwort: B – entsteht durch Druck/Scherkräfte, besonders über KnochenvorsprüngenDekubitus entsteht durch länger anhaltenden Druck/Scherkräfte, v. a. an Sakrum, Fersen, Trochanter, Darmbeinkamm.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Nenne dermatologische Red Flags.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
ABCDE-positive Pigmentmale, rasche Lippen-/Zungen-/Kehlkopfschwellung, Fieber mit scharf begrenzter Rötung/Erysipel, nekrotisierende Infektion, Petechien/purpura mit Krankheitsgefühl, Schleimhauterosionen, großflächige Blasen, starke Schmerzen, Immunsuppression, nicht heilende Ulzera.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Welche Befunde sprechen für Kollagenosen?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Schmetterlingserythem und Photosensibilität: SLE. Mikrostomie/Raynaud/straffe Haut: Sklerodermie. Sicca-Symptomatik: Sjögren. Muskelschwäche + heliotropes Exanthem/Gottron-Papeln: Dermatomyositis.