Hormone & Stoffwechsel · Abschlusstest
Hormone & Stoffwechsel · Abschlusstest
Prüfungsnaher Test
53 MC-Fragen aus Originalfragen und SprintMed-Fallfragen. Antwort(en) auswählen und anschließend auf „Antworten“ klicken; erst dann erscheinen Lösung und Begründung.
Bearbeitet: 0 / 53 MC-Fragen · Richtig: 0 · Ergebnis: 0%
Auswertung: Bestanden ab 75 %. Für die Prozentwertung werden ausschließlich die Multiple-Choice-Fragen berücksichtigt. Die offenen Fragen dienen nur der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung.
📝 Multiple Choice & Fallfragen
Originalfrage
Frage 1: Welche Aussagen zur Schilddrüse sind richtig? 1. Eine Struma bedeutet nicht automatisch Hypothyreose. 2. Häufigste Ursache für Struma ist Jodmangel. 3. Die Schilddrüsenfunktion unterliegt einem Regelkreis. 4. Heilpraktiker dürfen die Schilddrüse palpieren. 5. Ein Knoten bedarf keiner ärztlichen Abklärung.
A
Nur 2, 3 und 5 sind richtig
B
Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
C
Nur 1 und 5 sind richtig
D
Nur 3 und 5 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Eine Struma kann euthyreot, hypo- oder hyperthyreot sein. Jodmangel ist häufig, Regelkreis stimmt, Palpation ist erlaubt. Jeder Knoten muss ärztlich abgeklärt werden.
Originalfrage
Frage 2: Diabetische Retinopathie: 1. HbA1c-Ziel 9 %. 2. Blutzucker unter 50 mg/dl anstreben. 3. Kann bei Typ 1 und Typ 2 auftreten. 4. Gefäßneubildungen am Augenhintergrund möglich. 5. Kleine Einblutungen in der Netzhaut möglich.
A
Nur 4 und 5 sind richtig
B
Nur 1, 3 und 4 sind richtig
C
Nur 2, 3 und 5 sind richtig
D
Nur 3, 4 und 5 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Retinopathie betrifft Typ 1 und Typ 2, mit Mikroaneurysmen/Einblutungen und ggf. Neovaskularisation. HbA1c 9 % und Hypoglykämien <50 mg/dl sind keine Therapieziele.
Originalfrage
Frage 3: Welche Sachverhalte begünstigen ein hyperglykämisches Koma? Wählen Sie zwei Antworten!
A
sportliche Aktivität
B
Insulinüberschuss
C
Operation
D
Behandlung mit Kortison
E
ballaststoffreiche Ernährung
Operation/Stress und Kortikosteroide erhöhen den Insulinbedarf und begünstigen Hyperglykämie. Sport und Insulinüberschuss begünstigen eher Hypoglykämie.
Originalfrage
Frage 4: Welche Aussage zur Schilddrüse trifft zu?
A
Bei Hyperthyreose ist die Herzfrequenz erniedrigt
B
Bei manifester Hypothyreose in Schwangerschaft/Stillzeit besteht kein Bedarf an Substitution
C
Bei manifester Hypothyreose sind Pausen in der Hormonsubstitution erforderlich
D
Schilddrüsenhormone fördern Wachstum/Entwicklung und steigern Grundumsatz/Gesamtstoffwechsel
E
Bei älteren Menschen verläuft Hypothyreose typischerweise immer charakteristisch
T3/T4 fördern Wachstum, ZNS-Entwicklung und steigern Grundumsatz. Hypothyreose älterer Menschen kann unspezifisch verlaufen.
Originalfrage
Frage 5: Die Diagnose Diabetes mellitus können Sie bei folgender Glukosebestimmung aus venösem Plasma stellen:
A
Nüchtern 110 mg/dl einmalig, Kontrolle 70 mg/dl
B
2h-Wert nach Glukosebelastung 130 mg/dl
C
Trinkmenge ca. 3 Liter täglich
D
Nüchtern-Blutzucker bei zweimaliger Messung 140 mg/dl
E
vermehrte Hämatomneigung
Diabetesdiagnose: Nüchtern-Plasmaglukose ≥126 mg/dl bei wiederholter Messung oder andere Kriterien. 140 mg/dl zweimal nüchtern ist diabetisch.
Originalfrage
Frage 6: 68-jährige Patientin: ungewollt 10 kg Gewichtsverlust, extrem vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, Schwindel. Am ehesten:
A
Pankreaskopfkarzinom
B
Diabetes mellitus
C
Nierentumor
D
Aortenklappenstenose
E
Lungenembolie
Polyurie, Polydipsie und Gewichtsverlust sind klassische Zeichen eines Diabetes mellitus bzw. schwerer Hyperglykämie.
Originalfrage
Frage 7: Insulinmangel führt zu: 1. gesteigerter Lipolyse 2. Ketonkörperbildung 3. Hyperglykämie 4. Hypoglykämie 5. gesteigerter Eiweißsynthese
A
Nur 1 und 3 sind richtig
B
Nur 1 und 5 sind richtig
C
Nur 1, 2 und 3 sind richtig
D
Nur 1, 3 und 5 sind richtig
E
Nur 2, 4 und 5 sind richtig
Insulinmangel führt zu Hyperglykämie, Lipolyse und Ketogenese; Eiweißsynthese sinkt eher.
Originalfrage
Frage 8: Welche Aussagen zum Insulin treffen zu? 1. Fördert Transport von Glukose, Aminosäuren und Kalium in Muskel-/Fettzellen. 2. Tagesproduktion ca. 6 IE. 3. Produktion in Kupffer-Zellen. 4. Fördert katabole Prozesse wie Lipolyse. 5. Körpereigenes Insulin wird im Plasma innerhalb weniger Minuten abgebaut.
A
Nur 1 und 2 sind richtig
B
Nur 1 und 5 sind richtig
C
Nur 2 und 4 sind richtig
D
Nur 1, 3 und 5 sind richtig
E
Nur 1, 4 und 5 sind richtig
Insulin wird in β-Zellen gebildet, ist anabol, hemmt Lipolyse und hat kurze Halbwertszeit. Die Tagesproduktion liegt deutlich über 6 IE.
Originalfrage
Frage 9: Akut: Verwirrtheit, Eintrübung, Orientierungslosigkeit, Hyperreflexie, feuchte blasse kaltschweißige Haut, Schwitzen, Heißhunger, Tachykardie. Am ehesten:
A
thyreotoxische Krise
B
kardiogener Schock
C
hypoglykämischer Schock
D
Addison-Krise
E
hyperglykämischer Schock
Feuchte kaltschweißige Haut, Heißhunger, neurologische Symptome und Tachykardie sprechen für Hypoglykämie. Sofort BZ messen/Glukose geben, wenn möglich.
Originalfrage
Frage 10: Typische Symptome einer Hyperthyreose: 1. Haarausfall 2. heisere Stimme 3. Frieren 4. Gewichtsabnahme 5. hoher Blutdruck
A
Nur 1 und 4 sind richtig
B
Nur 1, 2 und 5 sind richtig
C
Nur 1, 4 und 5 sind richtig
D
Nur 3, 4 und 5 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Hyperthyreose: Haarausfall, Gewichtsabnahme, Wärmeintoleranz, Tachykardie, systolische Hypertonie. Heiserkeit und Frieren passen eher nicht.
Originalfrage
Frage 11: Fußpflege beim Diabetiker: 1. tägliche Fußinspektion 2. sorgfältige Hautpflege 3. geeignetes Schuhwerk 4. trockene Baumwollstrümpfe sollten vermieden werden 5. Zehen/Ferse auf Druckstellen inspizieren
A
Nur 1 und 3 sind richtig
B
Nur 1, 2 und 5 sind richtig
C
Nur 2, 3 und 5 sind richtig
D
Nur 1, 2, 3 und 5 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Tägliche Inspektion, Hautpflege, geeignetes Schuhwerk und Druckstellenkontrolle sind richtig. Trockene, passende Strümpfe sind sinnvoll, nicht zu vermeiden.
Originalfrage
Frage 12: Die Merseburger Trias bei Morbus Basedow besteht aus:
A
Bradykardie, Gewichtszunahme, struppige Haare
B
Harnwegsentzündung, Gelenkentzündung, Augenentzündung
C
rechter Oberbauchschmerz, Fieber, Gelbsucht
D
Rigor, Tremor, Akinese
E
Tachykardie, Struma, Exophthalmus
Merseburger Trias: Struma, Exophthalmus, Tachykardie.
Originalfrage
Frage 13: Welche Laborparameter deuten auf eine manifeste primäre Schilddrüsenüberfunktion hin? Wählen Sie zwei Antworten!
A
erhöhtes TSH
B
erniedrigtes TSH
C
erhöhtes fT3/fT4
D
erniedrigtes fT3/fT4
E
erhöhtes Procalcitonin
Primäre Hyperthyreose: fT3/fT4 erhöht, TSH supprimiert.
Originalfrage
Frage 14: Welches Hormon wird vor allem in der Schilddrüse gebildet?
A
TSH
B
Calcitonin
C
Parathormon
D
Prolaktin
E
Aldosteron
Calcitonin wird in den C-Zellen der Schilddrüse gebildet. T3/T4 wären ebenfalls Schilddrüsenhormone, standen hier aber nicht zur Auswahl.
Originalfrage
Frage 15: Endokrine Drüsen: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Die Hypophyse beeinflusst die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen
B
In der Schilddrüse wird Glukagon gebildet
C
In der Schilddrüse wird Aldosteron gebildet
D
In den Nebenschilddrüsen werden Katecholamine gebildet
E
In den Nebenschilddrüsen wird Parathormon gebildet
Hypophyse steuert über TSH die Schilddrüse; Nebenschilddrüsen bilden PTH. Glukagon im Pankreas, Aldosteron in NNR, Katecholamine im NNM.
Originalfrage
Frage 16: Anzeichen für Hypothyreose: 1. gesteigerte Reflexe 2. Müdigkeit 3. Gewichtszunahme 4. Neigung zu erhöhter Körpertemperatur 5. Obstipation
A
Nur 1, 2 und 4 sind richtig
B
Nur 1, 3 und 5 sind richtig
C
Nur 2, 3 und 5 sind richtig
D
Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Hypothyreose: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteintoleranz, Obstipation, verlangsamte Reflexe.
Originalfrage
Frage 17: Schilddrüsenerkrankungen: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Bei euthyreoter Struma sind fT3/fT4 erhöht
B
Ältere mit großer Knotenstruma zeigen häufig funktionelle Autonomie
C
TSH-Basalwert dient als Schilddrüsen-Screeningtest
D
Jodsupplementierung in Schwangerschaft erst im letzten Drittel beginnen
E
Hypothyreose führt zu erniedrigtem Gesamtcholesterin
Euthyreot bedeutet normale Hormone. TSH ist Screeningtest. Hypothyreose kann Cholesterin erhöhen. Jodbedarf besteht frühzeitig.
Originalfrage
Frage 18: Basisdiagnostik bei Verdacht auf euthyreote Struma: Wählen Sie zwei Antworten!
A
TSH basal im Serum
B
Feinnadelpunktion der Schilddrüse
C
Jodidspiegel im Serum
D
Röntgen Thorax
E
Sonographie der Schilddrüse
Basisdiagnostik: TSH und Sonographie. Punktion bei suspekten Knoten, nicht Basis für jede Struma.
Originalfrage
Frage 19: Bei Hyperthyreose findet sich typischerweise:
A
erniedrigte Herzfrequenz
B
Gewichtszunahme
C
Erhöhung des Grundumsatzes
D
Obstipation
E
Kälteempfindlichkeit
Hyperthyreose steigert Grundumsatz, Puls, Wärmeproduktion und Darmmotilität.
Originalfrage
Frage 20: Die Mikroangiopathie bei Diabetes mellitus schädigt in erster Linie: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Augen
B
Ohren
C
Leber
D
Niere
E
Lunge
Diabetische Mikroangiopathie betrifft v. a. Retina und Niere sowie Nerven indirekt über kleine Gefäße.
Originalfrage
Frage 21: Eine Kohlenhydrateinheit (KE) entspricht:
A
1 mg Kohlenhydrate
B
100 mg Kohlenhydrate
C
1 g Kohlenhydrate
D
10 g Kohlenhydrate
E
100 g Kohlenhydrate
1 KE = 10 g Kohlenhydrate. 1 BE = 12 g Kohlenhydrate.
Originalfrage
Frage 22: Welche Ursache kommt für Hypoglykämie bei einem Diabetiker am ehesten infrage?
A
Harnwegsinfekt
B
Glukagon-Injektion
C
Alkoholexzess
D
Schilddrüsenüberfunktion
E
Behandlung mit Kortison
Alkohol hemmt die Glukoneogenese und kann Hypoglykämien begünstigen. Infekt/Kortison erhöhen eher den Blutzucker.
Originalfrage
Frage 23: Gynäkomastie: Wählen Sie zwei Antworten!
A
kommt vorwiegend zwischen 20.–30. Lebensjahr vor
B
wird durch vermehrte Androgenwirkung verursacht
C
kann Folge einer Leberzirrhose sein
D
kann Folge medikamentöser Therapie sein
E
in Pubertät meist operative Therapie erforderlich
Gynäkomastie entsteht durch relatives Östrogenübergewicht, z. B. Leberzirrhose oder Medikamente. Pubertätsgynäkomastie ist oft vorübergehend.
Originalfrage
Frage 24: Diabetes mellitus Typ 1: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Insulinresistenz durch Down-Regulation der Rezeptoren
B
absoluter Insulinmangel
C
primär orale Antidiabetika
D
genetische Faktoren spielen prädisponierende Rolle
E
erst ab Nüchtern-Glukose >200 mg/dl spricht man von Typ 1
Typ 1: Autoimmunzerstörung der β-Zellen mit absolutem Insulinmangel; genetische Prädisposition möglich. Therapie Insulin.
Originalfrage
Frage 25: Patient berichtet Antriebsarmut, Kälteempfindlichkeit, trockene teigige Haut, Obstipation und raue heisere Stimme. Am ehesten:
A
Cushing-Syndrom
B
Hypothyreose
C
Hypoparathyreoidismus
D
primärer Hyperparathyreoidismus
E
Diabetes insipidus
Die Symptomkombination ist typisch für Hypothyreose.
Originalfrage
Frage 26: Welche Befunde unterstützen primäre Hypothyreose? Wählen Sie zwei Antworten!
A
tachykarde Rhythmusstörungen
B
Obstipation
C
trockene, blasse Haut
D
rektal 37,8 °C
E
TSH basal erniedrigt
Hypothyreose: Obstipation, trockene/blasse/teigige Haut, Kälteintoleranz, TSH bei primärer Form erhöht.
Originalfrage
Frage 27: Hashimoto-Thyreoiditis: 1. häufigste Thyreoiditisform 2. Autoimmunthyreoiditis 3. Männer häufiger als Frauen 4. spezifische Antikörper oft nachweisbar 5. später meist Hyperthyreose
A
Nur 1 und 5 sind richtig
B
Nur 1, 2 und 4 sind richtig
C
Nur 1, 3 und 5 sind richtig
D
Nur 2, 3 und 4 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Hashimoto ist häufige Autoimmunthyreoiditis, Frauen häufiger, TPO-/Tg-AK oft nachweisbar, später meist Hypothyreose.
Originalfrage
Frage 28: Unbehandelter Diabetes mellitus Typ 1 im Kindesalter: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Polyurie
B
Gewichtszunahme
C
vermindertes Durstgefühl
D
sekundäre Enuresis
E
Lippenzyanose
Typisch sind Polyurie, Polydipsie, Gewichtsverlust und erneutes Einnässen.
Originalfrage
Frage 29: Schilddrüsenkarzinom: 1. Männer deutlich häufiger 2. ionisierende Strahlung kann verursachen 3. kalte Knoten sind nicht verdächtig 4. Radiojodtherapie kann therapeutisch sein 5. typisches Frühsymptom obere Einflussstauung
A
Nur 2 und 4 sind richtig
B
Nur 1, 2 und 4 sind richtig
C
Nur 1, 2 und 5 sind richtig
D
Nur 1, 3 und 4 sind richtig
E
Nur 2, 3 und 5 sind richtig
Ionisierende Strahlung ist Risikofaktor, Radiojodtherapie kann je nach Typ eingesetzt werden. Kalte Knoten sind verdächtig, Frauen eher häufiger betroffen.
Originalfrage
Frage 30: Basistherapie des Diabetes mellitus Typ 2:
A
Verhaltenstherapie, Aktivität, kohlenhydratarme Kost, Entspannung
B
Heilfasten, Achtsamkeit, Atemtherapie, Krafttraining
C
Schulung, Ernährungstherapie, körperliche Aktivität, Rauchentwöhnung
D
eiweißarme Kost, Bettruhe, Meditation, Diabetes-Diät
E
Schulung, Krafttraining, kohlenhydratarme Kost, Verhaltenstherapie
Basistherapie: Schulung, Ernährungstherapie, Bewegung/Aktivität, Gewichtsreduktion bei Bedarf und Rauchentwöhnung.
Originalfrage
Frage 31: Längerfristige orale Kortikosteroidtherapie: 1. Osteoporose 2. diabetische Stoffwechsellage 3. Fettumverteilung 4. verzögerte Wundheilung/Infektanfälligkeit 5. vermehrtes Auftreten von Allergien
A
Nur 1 und 3 sind richtig
B
Nur 2 und 5 sind richtig
C
Nur 2, 3 und 4 sind richtig
D
Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Glukokortikoide fördern Osteoporose, Hyperglykämie/Diabetes, Stammfettsucht und Infektanfälligkeit/verzögerte Heilung. Allergien werden nicht vermehrt, sondern unterdrückt.
Originalfrage
Frage 32: Über welchen Zeitraum macht HbA1c ungefähr eine Aussage?
A
die letzten 3 Wochen
B
die letzten 8–12 Wochen
C
die letzten 5 Monate
D
die letzten 9 Monate
E
die letzten 12 Monate
HbA1c bildet den mittleren Blutzucker der vergangenen etwa 8–12 Wochen ab; die letzten Wochen beeinflussen den Wert stärker.
Originalfrage
Frage 33: Ursachen einer Struma: 1. Jodmangel 2. Zyste 3. Autoimmunthyreoiditis 4. Schilddrüsenmalignom 5. Medikamente
A
Nur 1, 3 und 4 sind richtig
B
Nur 1, 3 und 5 sind richtig
C
Nur 1, 2, 4 und 5 sind richtig
D
Nur 2, 3, 4 und 5 sind richtig
E
Alle Aussagen sind richtig
Alle genannten können zu Schilddrüsenvergrößerung/Knoten beitragen.
Originalfrage
Frage 34: Diabetische Neuropathie: 1. ASR beidseits nicht auslösbar 2. Reithosenanästhesie 3. verminderte Herzfrequenzvariabilität 4. erektile Dysfunktion 5. Hemiparese rechts
A
Nur 1 und 4 sind richtig
B
Nur 2 und 5 sind richtig
C
Nur 3 und 4 sind richtig
D
Nur 1, 3 und 4 sind richtig
E
Nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
Diabetische Polyneuropathie: abgeschwächte Reflexe; autonome Neuropathie: verminderte HF-Variabilität, erektile Dysfunktion. Reithosenanästhesie = Cauda-Syndrom, Hemiparese = zentral.
Originalfrage
Frage 35: 40-jährige Patientin mit vergrößerter druckschmerzhafter Schilddrüse, erhöhte Entzündungsparameter, Fieber, reduzierter Allgemeinzustand. Am ehesten:
A
Struma diffusa
B
Struma nodosa
C
subakute Thyreoiditis
D
Schilddrüsenzyste
E
Schilddrüsenkarzinom
Druckschmerzhafte vergrößerte Schilddrüse mit Entzündungszeichen/Fieber passt zur subakuten Thyreoiditis de Quervain.
Originalfrage
Frage 36: Welche Aussage zur Hyperthyreose trifft zu?
A
T3/T4 im Blut vermindert
B
häufigste Ursache ist Hashimoto
C
vermehrte Einnahme von Schilddrüsenhormonen kann Hyperthyreosesymptome verursachen
D
Autonomie zeigt kalte Knoten
E
Empfehlung: jodhaltige Meeresluft
Exogene Einnahme von Schilddrüsenhormonen kann Hyperthyreose auslösen. Autonomie zeigt heiße Knoten.
Originalfrage
Frage 37: 5-jähriges Kind nach Infekt: schlapp, müde, Gewichtsabnahme, Polydipsie, Polyurie, erneutes Einnässen. Am ehesten:
A
Gastroenteritis
B
Harnwegsinfekt
C
Virusgrippe
D
Diabetes mellitus
E
Herzinsuffizienz
Polyurie, Polydipsie, Gewichtsverlust und Enuresis bei Kind sind hochverdächtig auf Diabetes mellitus Typ 1.
Originalfrage
Frage 38: Euthyrox®/Levothyroxin spricht für Behandlung von:
A
Herzinsuffizienz
B
Gicht
C
Schilddrüsenunterfunktion
D
Diabetes mellitus
E
Niereninsuffizienz
Levothyroxin ist T4-Substitution bei Hypothyreose.
Originalfrage
Frage 39: Die empfohlene tägliche Jodzufuhr für gesunde Erwachsene beträgt nach aktuellem DGE-Referenzwert etwa:
A
15 Mikrogramm
B
150 Mikrogramm
C
1.500 Mikrogramm
D
150 Milligramm
E
1,5 Gramm
Der aktuelle DGE-Referenzwert für Erwachsene liegt bei 150 µg Jod pro Tag. Die Einheit ist Mikrogramm, nicht Milligramm.
SprintMed-Frage
Frage 40: Welche Labor-Konstellation passt zu primärer Hypothyreose?
A
TSH erhöht, fT4 erniedrigt
B
TSH erniedrigt, fT4 erhöht
C
TSH und fT4 beide erhöht
D
TSH erniedrigt, fT4 erniedrigt bei primärer Schilddrüse
E
Procalcitonin erhöht, TSH normal
Primäre Hypothyreose: Schilddrüse bildet zu wenig Hormon, Hypophyse reagiert mit TSH-Anstieg.
SprintMed-Frage
Frage 41: Welche Labor-Konstellation passt zu sekundärer Hypothyreose?
A
TSH erhöht, fT4 erhöht
B
TSH niedrig/nicht adäquat erhöht, fT4 niedrig
C
TSH supprimiert, fT4 hoch
D
TSH hoch, Calcitonin hoch
E
nur HbA1c erhöht
Sekundär = Hypophyse/Hypothalamus. TSH ist niedrig oder unangemessen normal, fT4 niedrig.
SprintMed-Frage
Frage 42: Welche Aussage zur thyreotoxischen Krise ist richtig?
A
harmloser Verlauf
B
lebensbedrohlicher Notfall mit Fieber, Tachykardie, Unruhe/Delir, ggf. Erbrechen/Diarrhö
C
immer Bradykardie
D
nur Hautproblem
E
wird durch Insulinmangel definiert
Thyreotoxische Krise ist ein endokrinologischer Notfall und muss sofort klinisch behandelt werden.
SprintMed-Frage
Frage 43: Welche Kombination passt am ehesten zur Addison-Krise?
A
Hypotonie, Exsikkose, Erbrechen, Bauchschmerz, Hyperkaliämie, Hyponatriämie
B
Hypertonie, Struma, Exophthalmus
C
kaltschweißig, Heißhunger, BZ 45 mg/dl
D
Tremor, warme Haut, Gewichtsabnahme
E
isolierte Obstipation
Addison-Krise: akuter Kortisol-/Aldosteronmangel mit Volumenmangel, Hypotonie, Elektrolytstörung und Schockgefahr.
SprintMed-Frage
Frage 44: Welche Aussage zum Cushing-Syndrom ist typisch?
A
Gewichtsverlust, Hyperpigmentation, Hypotonie
B
Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Hypertonie, Hyperglykämie, Striae rubrae
C
T3/T4-Mangel
D
Hypokalzämie mit Tetanie als Leitsymptom
E
nur Polyurie ohne Durst
Cushing = Hyperkortisolismus: Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Büffelnacken, Hypertonie, Hyperglykämie, Striae, Osteoporose.
SprintMed-Frage
Frage 45: Welche Aussage zum primären Hyperparathyreoidismus ist korrekt?
A
PTH niedrig, Calcium niedrig
B
PTH erhöht, Calcium erhöht, ggf. Nierensteine/Osteoporose
C
Calcitonin hoch, Calcium niedrig
D
immer durch Jodmangel
E
führt nie zu Symptomen
Primärer Hyperparathyreoidismus: PTH autonom erhöht, Hyperkalzämie mit Steinen, Knochenabbau, Bauchbeschwerden, psychischen Symptomen.
SprintMed-Frage
Frage 46: Welche Aussage zum Hypoparathyreoidismus ist typisch?
A
Hyperkalzämie ohne Beschwerden
B
Hypokalzämie mit Kribbeln, Tetanie, Chvostek-/Trousseau-Zeichen
C
Tachykardie, Exophthalmus
D
Polyurie durch Glukose
E
Vollmondgesicht
PTH-Mangel führt zu Hypokalzämie und neuromuskulärer Übererregbarkeit.
SprintMed-Frage
Frage 47: Welche Aussage zu Diabetes insipidus ist richtig?
A
Hyperglykämie ist definierend
B
ADH-Mangel oder ADH-Resistenz führt zu massiver Polyurie mit verdünntem Urin
C
Urin ist immer zuckerhaltig
D
Insulin heilt zentralen Diabetes insipidus
E
Durst fehlt immer
Diabetes insipidus: Wasser kann nicht ausreichend rückresorbiert werden; BZ ist nicht ursächlich erhöht.
SprintMed-Frage
Frage 48: Welche Aussage zu Prolaktinom ist richtig?
A
Dopamin stimuliert Prolaktin stark
B
Prolaktinüberschuss kann Amenorrhoe/Galaktorrhoe verursachen
C
es betrifft nur Kinder
D
es verursacht immer Hyperthyreose
E
FSH/LH steigen immer
Prolaktin hemmt GnRH → FSH/LH sinken; typische Zeichen sind Amenorrhoe, Galaktorrhoe, Libidoverlust.
SprintMed-Frage
Frage 49: Welche Aussage zur Akromegalie ist richtig?
A
STH-Mangel im Erwachsenenalter
B
STH-Überschuss nach Epiphysenschluss mit Vergrößerung von Händen, Füßen, Kinn
C
immer Hypoglykämie
D
nur bei Säuglingen
E
ADH-Überschuss
Akromegalie entsteht durch GH/STH-Überschuss nach Epiphysenschluss; vor Epiphysenschluss Gigantismus.
SprintMed-Frage
Frage 50: Welche Aussage zur diabetischen Ketoazidose ist richtig?
A
typisch absolute Insulinwirkung, Hypoglykämie und Bradykardie
B
Insulinmangel, Ketonkörper, Azidose, Kussmaul-Atmung und Azetongeruch möglich
C
tritt nur bei Typ 2 auf
D
niemals Dehydratation
E
keine Notfallsituation
DKA ist ein Notfall, v. a. bei Typ 1: Hyperglykämie, Ketose, Azidose, Kussmaul-Atmung, Exsikkose.
SprintMed-Frage
Frage 51: Welche Aussage zum hyperosmolaren hyperglykämischen Zustand ist korrekt?
A
typisch eher Typ 2, extreme Hyperglykämie, starke Exsikkose, meist keine ausgeprägte Ketose
B
immer starke Ketose bei Kindern
C
immer Blutzucker 60 mg/dl
D
nur nach Sport
E
harmlos
HHS betrifft meist ältere Typ-2-Diabetiker mit extremer Hyperglykämie und Dehydratation.
SprintMed-Frage
Frage 52: Welche Aussage zum metabolischen Syndrom ist korrekt?
A
zentrale Adipositas, Insulinresistenz, Hypertonie und Dyslipidämie gehören dazu
B
immer Untergewicht
C
nur Schilddrüsenunterfunktion
D
nie kardiovaskuläres Risiko
E
nur Vitaminmangel
Metabolisches Syndrom erhöht kardiovaskuläres Risiko deutlich.
SprintMed-Frage
Frage 53: Welche Aussage zur Vitamin-D-Achse ist korrekt?
A
Vitamin D wird in Haut gebildet, in Leber und Niere aktiviert und steigert Calciumresorption
B
Vitamin D senkt immer Calcium auf null
C
Vitamin D ist ein reines Enzym
D
Calcitriol entsteht nur in der Schilddrüse
E
PTH hemmt die Nierenaktivierung von Vitamin D immer
Vitamin D3 wird in der Haut gebildet/aufgenommen, in Leber zu 25-OH-D, in Niere zu Calcitriol aktiviert und fördert Calciumresorption.
Aktuelles Ergebnis: 0 % · 0 von 53 MC-Fragen richtig. Bestehensgrenze: 75 %. Nur Multiple-Choice-Fragen werden bewertet.
🎤 Mündliche Abschlussfragen
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Erkläre die Laborlogik bei primärer und sekundärer Schilddrüsenerkrankung.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Primär: Problem in Schilddrüse. Hypothyreose: TSH hoch, fT4 niedrig. Hyperthyreose: TSH supprimiert, fT3/fT4 hoch. Sekundär: Hypophyse/Hypothalamus, TSH niedrig oder unangemessen normal bei niedrigem fT4.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Wie erkennen Sie Hypoglykämie klinisch?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Adrenerg: Schwitzen, Tremor, Heißhunger, Tachykardie, Blässe, Unruhe. Neuroglykopenisch: Verwirrtheit, Sprachstörung, Krampf, Bewusstlosigkeit. Sofort BZ messen und Glukose geben, wenn möglich.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Was sind typische Spätkomplikationen des Diabetes?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Mikroangiopathie: Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie. Makroangiopathie: KHK, pAVK, Schlaganfall. Außerdem diabetischer Fuß, Infektionen und Wundheilungsstörungen.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Nenne die wichtigsten Zeichen von Cushing, Addison und Hyperparathyreoidismus.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Cushing: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Hypertonie, Hyperglykämie, Striae. Addison: Schwäche, Gewichtsverlust, Hypotonie, Hyperpigmentation, Hyponatriämie/Hyperkaliämie. Hyperparathyreoidismus: Hyperkalzämie, Nierensteine, Knochenabbau, Bauch-/psychische Beschwerden.