Kreislauf · HP-Intensivskript
Kapitel 1 · Überblick

Kreislauf verstehen: Regulation statt Wiederholung

Dieses Skript ergĂ€nzt das Herz-&-GefĂ€ĂŸ-Skript: weniger Anatomie, mehr Physiologie, klinisches Denken und PrĂŒfungssicherheit.

Der Kreislauf ist kein starres Rohrsystem, sondern ein dynamisches Regulationssystem. Ziel ist immer: ausreichende Organperfusion, stabiler Blutdruck, Sauerstofftransport, WĂ€rmeregulation und Anpassung an Belastung.

Nicht jeder Kreislaufpatient hat primĂ€r ein Herzproblem. Kreislaufstörungen entstehen oft durch Volumenmangel, GefĂ€ĂŸweitstellung, Regulationsversagen, Medikamente, endokrine Ursachen oder Sauerstoffmangel.
Was wird hier bewusst NICHT doppelt erklÀrt?
HerzklappenKoronargefĂ€ĂŸepAVKTVT/EmbolieHypertonie-KrankheitsbilderHerzinfarkt
Die 5 KreislaufgrĂ¶ĂŸen
Druck
Blutdruck, MAP, Pulsdruck.
Fluss
Herzzeitvolumen, Organperfusion.
Widerstand
Arteriolen regulieren den peripheren Widerstand.
Volumen
Blutvolumen, venöser RĂŒckstrom, Niere.
Sauerstoff
Hb, SĂ€ttigung, Laktat, Gewebeversorgung.
Was ist das Hauptziel der Kreislaufregulation?
A
Möglichst hoher Blutdruck
B
Ausreichende Organperfusion und Sauerstoffversorgung
C
Möglichst niedriger Puls
D
GleichmĂ€ĂŸige Hautdurchblutung
Nicht der Zahlenwert allein entscheidet, sondern ob die Organe ausreichend perfundiert werden.
Kapitel 2 · HZV

Herzzeitvolumen & Frank-Starling

Die wichtigste Rechengrundlage: Wie viel Blut kommt pro Minute wirklich im Kreislauf an?

Formeln
GrĂ¶ĂŸeFormelMerke
HerzminutenvolumenHMV = HF × Schlagvolumenz.B. 70/min × 70 ml ≈ 4,9 l/min
HerzindexHMV / KörperoberflÀcheVergleichbarkeit zwischen Personen
Mittlerer arterieller DruckMAP ≈ diastolisch + 1/3 PulsdruckPerfusionsdruck der Organe
SchockindexPuls / systolischer RR> 1 verdÀchtig auf Schock
Vorlast
FĂŒllung der Kammer vor der Systole.
AbhĂ€ngig von venösem RĂŒckstrom und Blutvolumen.
Nachlast
Widerstand, gegen den das Herz auswerfen muss.
Steigt z.B. bei Hypertonie oder Aortenstenose.
Frank-Starling-Mechanismus

Je stĂ€rker der Herzmuskel physiologisch vorgedehnt wird, desto krĂ€ftiger kontrahiert er. So kann das Herz kurzfristig mehr venösen RĂŒckstrom mit mehr Schlagvolumen beantworten.

mehr venöser RĂŒckstrom
↓
mehr VentrikelfĂŒllung = höhere Vorlast
↓
stÀrkere Muskelfaserdehnung
↓
höheres Schlagvolumen
Frank-Starling ist kein unbegrenzter Booster. Bei Herzinsuffizienz fĂŒhrt zusĂ€tzliche Volumenbelastung irgendwann nur noch zu Stauung, nicht zu besserer Auswurfleistung.
Was erhöht unmittelbar das Herzminutenvolumen?
A
Steigende Herzfrequenz und/oder steigendes Schlagvolumen
B
Sinkender venöser RĂŒckstrom
C
Vasodilatation ohne FrequenzÀnderung immer
D
Sinkende Vorlast
HMV = Herzfrequenz × Schlagvolumen.
Kapitel 3 · Sekundenregulation

Kurzfristige Kreislaufregulation

Was passiert in Sekunden, wenn der Blutdruck fÀllt?

Barorezeptorreflex

Barorezeptoren liegen vor allem im Sinus caroticus und im Aortenbogen. Sie messen Dehnung der GefĂ€ĂŸwand. Sinkt der Blutdruck, sinkt die Dehnung. Das Kreislaufzentrum reagiert mit Sympathikusaktivierung.

RR fÀllt / Lagewechsel / Blutverlust
↓ weniger Dehnung
Barorezeptorfeuerung sinkt
↓
Sympathikus ↑ · Parasympathikus ↓
↓
HF ↑ · KontraktilitĂ€t ↑ · Vasokonstriktion ↑
↓
RR und Perfusion werden stabilisiert
Barorezeptoren regulieren schnell, aber nicht langfristig. Die langfristige Blutdruck- und Volumensteuerung lĂ€uft ĂŒberwiegend ĂŒber die Niere.
Sympathikus vs. Parasympathikus
SystemWirkung am HerzenWirkung an GefĂ€ĂŸen
SympathikusHF ↑, KontraktilitĂ€t ↑, Überleitung ↑Vasokonstriktion in Haut/Splanchnikus; Umverteilung
ParasympathikusHF ↓, AV-Überleitung ↓kaum direkte Wirkung auf die meisten GefĂ€ĂŸe
Beispiel: plötzliches Aufstehen
Blut sackt kurzzeitig in die Beinvenen.
Venöser RĂŒckstrom sinkt, Schlagvolumen sinkt.
Barorezeptoren melden weniger Dehnung.
Sympathikus steigert Puls, GefĂ€ĂŸtonus und KontraktilitĂ€t.
Was passiert beim Blutdruckabfall reflektorisch?
A
Parasympathikus steigt stark
B
Sympathikus steigt, Herzfrequenz und GefĂ€ĂŸtonus steigen
C
HF sinkt immer
D
Barorezeptoren werden stÀrker gedehnt
Sinkender RR = weniger Dehnung = Sympathikusaktivierung.
Kapitel 4 · Niere & Hormone

Langfristige Regulation: RAAS, ADH, ANP

Die Niere entscheidet langfristig ĂŒber Volumen, Natrium und damit Blutdruck.

RAAS in PrĂŒfungslogik
Nierendurchblutung ↓ / NaCl an Macula densa ↓ / Sympathikus ÎČ1 ↑
↓
Renin aus juxtaglomerulÀren Zellen
↓
Angiotensinogen → Angiotensin I → ACE → Angiotensin II
↓
Vasokonstriktion + Aldosteron + ADH + Durst
↓
Volumen ↑ · Natriumretention ↑ · RR ↑
ADH
Aus Hypophysenhinterlappen.
WasserrĂŒckresorption in der Niere ↑.
Bei hohem Spiegel auch Vasokonstriktion.
ANP/BNP
Bei Vorhof-/Ventrikeldehnung.
Natrium- und Wasserausscheidung ↑.
Wirkt als Gegenspieler zum RAAS.
RAAS = „Rette Alles An Salz“: Renin → Angiotensin → Aldosteron → Salz und Wasser bleiben im Körper.
ACE-Hemmer senken Angiotensin II und damit Vasokonstriktion/Aldosteronwirkung. Typische Nebenwirkung: Reizhusten.
Was ist eine Hauptwirkung von Aldosteron?
A
Natriumretention und Kaliumausscheidung
B
Wasserverlust durch Hemmung der Niere
C
Senkung des Blutvolumens
D
Direkte starke Bradykardie
Aldosteron fördert Natriumretention, Wasser folgt osmotisch; Kalium wird vermehrt ausgeschieden.
Kapitel 5 · Kapillaren

Mikrozirkulation & Starling-KrÀfte

Hier entscheidet sich, ob Sauerstoff wirklich im Gewebe ankommt.

Aufbau der Mikrozirkulation
Arteriole = WiderstandsgefĂ€ĂŸ
↓
Metarteriole / prÀkapillÀrer Sphinkter
↓ öffnet oder schließt Kapillarbett
Kapillare = Stoffaustausch
↓
Venole = Abfluss + EntzĂŒndungsreaktionen
Starling-KrÀfte
KraftWirkungKlinisches Beispiel
KapillĂ€rer hydrostatischer DruckdrĂŒckt FlĂŒssigkeit aus dem GefĂ€ĂŸvenöse Stauung, Herzinsuffizienz → Ödeme
Kolloidosmotischer Druckzieht FlĂŒssigkeit ins GefĂ€ĂŸ zurĂŒckAlbuminmangel → Ödeme, Aszites
KapillarpermeabilitĂ€tbei EntzĂŒndung erhöhtSepsis, Allergie, Verbrennung
LymphabflussrĂ€umt ĂŒberschĂŒssige FlĂŒssigkeit abLymphödem bei Abflussstörung
Ödem entsteht nicht nur durch „zu viel Wasser“, sondern durch ein Ungleichgewicht aus Druck, Eiweiß, GefĂ€ĂŸdurchlĂ€ssigkeit und Lymphabfluss.
Warum fĂŒhrt HypalbuminĂ€mie zu Ödemen?
A
Der arterielle Druck steigt immer stark
B
Der kolloidosmotische RĂŒcksog ins GefĂ€ĂŸ sinkt
C
Die Herzfrequenz sinkt direkt
D
Die Lunge bildet weniger Surfactant
Albumin hĂ€lt FlĂŒssigkeit intravasal. Fehlt Albumin, bleibt mehr FlĂŒssigkeit im Interstitium.
Kapitel 6 · Gewebeversorgung

Sauerstoffangebot, Laktat & Perfusion

Ein normaler Blutdruck bedeutet nicht automatisch normale Sauerstoffversorgung.

Sauerstoffangebot hÀngt ab von
Hb
Ohne HĂ€moglobin kaum Sauerstofftransport.
SĂ€ttigung
Wie viel Hb mit O₂ beladen ist.
HZV
Transportiert Sauerstoff pro Minute ins Gewebe.
Perfusion
Mikrozirkulation entscheidet lokal.
Laktat-Logik
O₂-Angebot reicht nicht
↓
Zellen wechseln auf anaerobe Glykolyse
↓
Laktat steigt
↓
Azidose, Enzymstörung, Organfunktionsverlust
Erhöhtes Laktat ist ein Warnzeichen fĂŒr Gewebehypoxie oder schweren Stressstoffwechsel. In der PrĂŒfung: Schock, Sepsis, Hypoxie, KrampfanfĂ€lle, schwere Belastung.
Zentralisation
Durchblutung von Gehirn und Herz wird priorisiert.
Haut, Darm, Niere werden schlechter perfundiert.
Dekompensation
Kompensation reicht nicht mehr aus.
Bewusstseinsstörung, kalte Haut, Oligurie, Laktat.
Was zeigt steigendes Laktat im Schock am ehesten an?
A
unzureichende Gewebeoxygenierung / anaeroben Stoffwechsel
B
immer eine harmlose Sportreaktion
C
isoliert eine SchilddrĂŒsenerkrankung
D
eine normale Verdauungsreaktion
Im Schock ist Laktat ein Warnsignal fĂŒr Minderperfusion und anaeroben Stoffwechsel.
Kapitel 7 · Alltagssituationen

Kreislaufanpassung bei Belastung, Hitze & Lagewechsel

PrĂŒfungen fragen gern: Was passiert physiologisch?

SituationPrimÀre ReaktionRisiko
SportSympathikus ↑, HZV ↑, MuskelgefĂ€ĂŸe dilatierenÜberlastung bei Herzkrankheit
HitzeHautvasodilatation, SchwitzenVolumenmangel, Synkope
KÀlteperiphere VasokonstriktionRR-Anstieg, KÀlteschÀden
FieberHF steigt, Stoffwechsel steigtDehydratation
SchwangerschaftVolumen ↑, HZV ↑, peripherer Widerstand ↓orthostatische Beschwerden
AufstehenBaroreflex, Muskelpumpeorthostatische Hypotonie
Hitze macht weit: HautgefĂ€ĂŸe dilatieren, WĂ€rme wird abgegeben. Gleichzeitig verliert man FlĂŒssigkeit durch Schwitzen. Deshalb: Hitze + wenig Trinken = Kreislaufkollaps-Risiko.
Orthostase-Test

RR und Puls im Liegen messen, dann nach dem Aufstehen erneut messen. Ein deutlicher RR-Abfall mit Beschwerden spricht fĂŒr orthostatische Dysregulation. Besonders wichtig bei Ă€lteren Menschen, Diuretika, Volumenmangel und autonomer Neuropathie.

Warum kann Hitze eine Synkope begĂŒnstigen?
A
weil alle GefĂ€ĂŸe maximal kontrahieren
B
durch Hautvasodilatation und FlĂŒssigkeitsverlust
C
durch sofortige HyperalbuminÀmie
D
durch kompletten Parasympathikusausfall
Hitze erweitert HautgefĂ€ĂŸe und Schwitzen reduziert Volumen: venöser RĂŒckstrom und Blutdruck können fallen.
Kapitel 8 · Palpation

Pulsdiagnostik klinisch nutzen

Nicht nur Frequenz zĂ€hlen: Rhythmus, Spannung, FĂŒllung und Sonderformen prĂŒfen.

Puls beurteilen
Frequenz
brady-, normo-, tachykard.
Rhythmus
regelmĂ€ĂŸig, unregelmĂ€ĂŸig, absolut arrhythmisch.
FĂŒllung
krÀftig, schwach, filiform.
Spannung
hart bei hohem RR, weich bei niedrigem RR.
PulsformBedeutungTypischer Kontext
Pulsus filiformisfadenförmig, kaum tastbarSchock, Kollaps
Pulsus celer et altusschnell hochschießendAorteninsuffizienz, Fieber
Pulsus parvus et tardusklein und langsam ansteigendAortenstenose
Pulsus alternansabwechselnd stark/schwachschwere Linksherzinsuffizienz
Pulsus paradoxusRR-Abfall bei Inspiration verstÀrktPerikardtamponade, schweres Asthma
PulsdefizitAuskultierte HF höher als peripherer PulsVorhofflimmern
Pulsdefizit: Herz schlÀgt elektrisch/mechanisch, aber nicht jeder Schlag erzeugt eine tastbare Pulswelle. Typisch bei Vorhofflimmern.
Welche Pulsform passt zur Aortenstenose?
A
Pulsus celer et altus
B
Pulsus parvus et tardus
C
Pulsus paradoxus
D
Pulsus bigeminus allein beweisend
Bei Aortenstenose kommt die Pulswelle klein und verzögert an.
Kapitel 9 · DD Bewusstlosigkeit

Synkope richtig einordnen

Kurzzeitige Bewusstlosigkeit durch vorĂŒbergehende zerebrale Minderperfusion.

eher gutartig
Auslöser: Schmerz, Angst, langes Stehen, Hitze.
Prodromi: Übelkeit, Schwitzen, Schwarzwerden vor Augen.
schnelle Erholung im Liegen.
Red Flags
Synkope bei Belastung.
Brustschmerz, Dyspnoe, Palpitationen.
bekannte Herzerkrankung.
neurologische Defizite, lÀngere Bewusstlosigkeit.
Differenzialdiagnose
FormHinweisePrĂŒfungslogik
VasovagalTrigger + ProdromiReflex: Vasodilatation/Bradykardie
Orthostatischbeim AufstehenVolumenmangel, Medikamente, Autonomiestörung
Kardialplötzlich, Belastung, PalpitationengefÀhrlich: Rhythmus, Klappen, IschÀmie
NeurologischKrampf, Zungenbiss, Postiktalphaseeher Anfall als Synkope
MetabolischSchwitzen, Hunger, DiabetesHypoglykÀmie immer bedenken
Unklare Synkope, Synkope unter Belastung, Brustschmerz, Dyspnoe, neurologische AusfÀlle oder anhaltende Bewusstseinsstörung: NotfallabklÀrung.
Welche Synkope ist besonders alarmierend?
A
nach langem Stehen mit Übelkeit
B
plötzlich bei körperlicher Belastung
C
beim Blutsehen mit Schwitzen
D
bei Hitze nach langem Stehen
Belastungssynkope kann kardial bedingt sein und ist ein Red Flag.
Kapitel 10 · Dekompensation

Kreislaufversagen verstehen

Nicht nur Schockformen auswendig lernen, sondern die gemeinsame Endstrecke begreifen.

Auslöser: Volumenverlust, Pumpversagen, Vasodilatation, Obstruktion
↓
effektive Gewebeperfusion sinkt
↓
Sympathikus: Tachykardie, Vasokonstriktion, Zentralisation
↓
Mikrozirkulation wird schlechter, Laktat steigt
↓
Azidose → Zellschaden → Organversagen
Kompensiert vs. dekompensiert
kompensiert
RR kann noch normal sein.
Tachykardie, BlÀsse, kalte Haut, Unruhe.
KapillarfĂŒllung verzögert.
dekompensiert
RR fÀllt, Bewusstsein sinkt.
Oligurie, Zyanose, Laktatazidose.
akute Lebensgefahr.
Ein normaler Blutdruck schließt frĂŒhen Schock nicht aus. Der Körper hĂ€lt den Druck durch Zentralisation zunĂ€chst oft stabil.
Warum ist ein normaler RR bei Verdacht auf Schock nicht beruhigend?
A
weil Kompensation den RR anfangs erhalten kann
B
weil RR bei Schock immer hoch ist
C
weil Puls nie wichtig ist
D
weil Schock nur psychisch ist
FrĂŒher Schock kann durch Tachykardie und Vasokonstriktion einen scheinbar normalen RR zeigen.
Kapitel 11 · Praxis

Klinische Kreislaufuntersuchung

Schrittweise, prĂŒfungsnah und ohne unnötige Dopplung zur Herzuntersuchung.

Basis-Check
Allgemeinzustand: wach, orientiert, unruhig, somnolent?
Haut: blass, kalt, marmoriert, feucht, zyanotisch?
Puls: Frequenz, Rhythmus, FĂŒllung, Seitenvergleich.
RR: korrekt messen, bei Bedarf beidseits und im Stehen.
Rekapillarisierungszeit: Finger kurz drĂŒcken, RĂŒckfĂ€rbung beobachten.
Diurese/Trinken: Oligurie als Hypoperfusionszeichen.
Schockindex

Schockindex = Puls / systolischer Blutdruck. Beispiel: Puls 120/min, systolischer RR 90 mmHg → 120/90 = 1,33. Das ist verdĂ€chtig und muss ernst genommen werden.

Bei Kreislaufnotfall: Patient lagern, Vitalzeichen, Notruf 112, engmaschige Kontrolle, keine Verzögerung durch „erstmal beobachten“.
Was ist ein sinnvoller Erstcheck bei Kreislaufverdacht?
A
Nur Laborwerte abwarten
B
Bewusstsein, Haut, Puls, RR, Rekapillarisierung prĂŒfen
C
Nur Bauch auskultieren
D
Nur Fieber messen
Kreislaufbeurteilung beginnt klinisch: Bewusstsein, Haut, Puls, Blutdruck und Perfusionszeichen.
Kapitel 12 · Abschluss

Abschlusstest Kreislauf

Nur MC-Fragen zÀhlen in die Prozentwertung. Ab 75 % gilt der Test als bestanden.

1. MAP wird nÀherungsweise berechnet als:
A
systolisch + diastolisch
B
diastolisch + 1/3 Pulsdruck
C
Puls × RR
D
Hb × SĂ€ttigung
MAP ≈ diastolischer Druck + ein Drittel der Blutdruckamplitude.
2. Welche Aussage zum RAAS ist korrekt?
A
Es erhöht ĂŒber Angiotensin II/Aldosteron Blutdruck und Volumen.
B
Es senkt immer Natrium.
C
Es entsteht ausschließlich in der Lunge.
D
Es wirkt nur auf die Herzklappen.
RAAS steigert Volumen, Natriumretention und GefĂ€ĂŸtonus.
3. Verzögerte Rekapillarisierungszeit spricht fĂŒr:
A
immer Hyperthyreose
B
periphere Minderperfusion
C
normale Mikrozirkulation
D
nur Eisenmangel
Bei Zentralisation/Minderperfusion fĂ€rbt sich die Haut langsamer zurĂŒck.
4. Welche Red Flag passt zur Synkope?
A
Synkope unter Belastung
B
Schwarzwerden vor Augen nach langem Stehen
C
kurze vasovagale Episode beim Blutsehen
D
leichte Übelkeit vor Kollaps
Belastungssynkope kann kardial sein und ist abklĂ€rungsbedĂŒrftig.
5. Pulsus alternans ist typisch verdÀchtig auf:
A
gesunden Sportlerpuls
B
schwere Linksherzinsuffizienz
C
isolierte Gastritis
D
HyperalbuminÀmie
Wechselnd starke und schwache Pulswellen können Zeichen einer schweren Pumpfunktionsstörung sein.