Nieren und Harnwege · Abschlusstest
Nieren und Harnwege · Abschlusstest
Prüfungsnaher Test
44 MC-Fragen aus Originalfragen und SprintMed-Fallfragen. Antwort(en) auswählen und erst anschließend absenden.
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Auswertung: Bestanden ab 75 %. Offene Fragen dienen nur der mündlichen Vorbereitung.
📝 Multiple Choice & Fallfragen
Originalfrage
Frage 1: Welche Aussagen zur Zystitis treffen zu? 1 häufiger Frauen, 2 begünstigt durch Geschlechtsverkehr, 3 vor allem Staphylococcus aureus, 4 Pollakisurie/Dysurie, 5 gekennzeichnet durch sauren pH im Teststreifen.
A
Nur 1, 2 und 4
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle
Typisch sind häufig Frauen, Begünstigung durch Geschlechtsverkehr und Pollakisurie/Dysurie. Häufigster Erreger ist E. coli, nicht Staphylococcus aureus; ein saurer pH ist nicht das Leitsignal.
Originalfrage
Frage 2: Welche zwei Aussagen zum nephrotischen Syndrom sind richtig?
A
Zucker im Urin ist auffälligstes Laborergebnis
B
Diabetes mellitus kann sekundäre Ursache sein
C
Cholesterinwerte sind meist erniedrigt
D
Leitsymptom ist massive Proteinurie
E
Ödeme entstehen durch erhöhtes Serumeiweiß
Nephrotisches Syndrom: Proteinurie >3,5 g/Tag, Hypalbuminämie, Ödeme, Hyperlipidämie. Diabetes mellitus ist eine wichtige sekundäre Ursache.
Originalfrage
Frage 3: Welche Aussagen zur Urinuntersuchung treffen zu? 1 Kreatinin im Urin ist physiologisch, 2 pflanzliche Kost macht Urin eher basisch, 3 Diabetes insipidus zeigt hochkonzentrierten Urin, 4 Cholesterin wird über Urin ausgeschieden, 5 hohes spezifisches Gewicht bei starkem Schwitzen.
A
Nur 1
B
Nur 1 und 5
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 1, 3 und 5
E
Nur 2, 3, 4 und 5
Kreatinin im Urin ist normal; pflanzliche Kost kann den pH anheben; bei Schwitzen wird Urin konzentrierter. Diabetes insipidus macht eher große Mengen verdünnten Urin.
Originalfrage
Frage 4: Welche Gründe kommen bei alkalischem Urin-pH am ehesten infrage? Wählen Sie zwei.
A
Fleischreiche Kost
B
Unbehandelte Gicht
C
Vegetarische Kost
D
Coma diabeticum
E
Harnwegsinfekt
Vegetarische/pflanzenreiche Kost und Harnwegsinfekte mit ureasebildenden Keimen können den Urin alkalischer machen.
Originalfrage
Frage 5: Welche Aussage zur Niere und zum Urin ist richtig?
A
In der Niere wird Harnstoff gebildet
B
In der Niere wird Vitamin D in seine hormonell wirksame Form überführt
C
Die Niere bildet ca. 1,8 Liter Primärharn/Tag
D
Spezifisches Gewicht liegt bei 0,7–0,9 g/ml
E
Autoregulation funktioniert bei 35–240 mmHg systolisch normal
Die Niere aktiviert Vitamin D zu Calcitriol. Primärharn ca. 180 Liter/Tag; Harnstoff entsteht überwiegend in der Leber.
Originalfrage
Frage 6: Welche zwei Aussagen zur Urindiagnostik sind richtig?
A
Glukose ist nach Überschreiten der Nierenschwelle im Urin nachweisbar
B
Proteinurie in der Schwangerschaft kann Hinweis auf EPH-Gestose/Präeklampsie sein
C
Vitamin D macht Glukoseteststreifen falsch negativ
D
Mikrohämaturie kann nicht durch Sport ausgelöst werden
E
Leukozyten im Urin sprechen gegen bakterielle Infektion
Glukosurie tritt ab Überschreiten der Nierenschwelle auf; Proteinurie in der Schwangerschaft ist Warnzeichen. Sport kann Mikrohämaturie verursachen; Leukozyturie passt zu Infektion.
Originalfrage
Frage 7: Welche zwei Aussagen zu Nierenzysten sind richtig?
A
Nach 20 Jahren ist maligne Entartung deutlich vergrößert
B
Charakteristisch ist Hämaturie
C
Nierenzysten können genetisch bedingt sein
D
Sie werden häufig als harmloser Zufallsbefund gefunden
E
Meist sind es Schokoladenzysten
Einfache Zysten sind häufige Zufallsbefunde; es gibt auch genetische Zystennierenerkrankungen. Schokoladenzysten gehören zur Endometriose.
Originalfrage
Frage 8: Was kann zu einer Mikrohämaturie führen? 1 Rote Beete, 2 intensive körperliche Aktivität, 3 ASS, 4 Nierentuberkulose, 5 Prostatitis.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 4 und 5
C
Nur 3, 4 und 5
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
Alle
Rote Beete färbt Urin, verursacht aber keine echte Mikrohämaturie. Sport, ASS/Blutungsneigung, Nierentuberkulose und Prostatitis können Hämaturie auslösen.
Originalfrage
Frage 9: Welcher Laborparameter steht in unmittelbarem Zusammenhang mit renaler Osteopathie?
A
Thyreoglobulin
B
Parathormon (PTH)
C
Rheumafaktor
D
PSA
E
Ammoniak
Chronische Niereninsuffizienz führt über Vitamin-D-/Phosphat-/Calcium-Störungen zu sekundärem Hyperparathyreoidismus; PTH ist zentral.
Originalfrage
Frage 10: Welche Blutwerte sind bei langjähriger Niereninsuffizienz typisch? 1 Erys erhöht, 2 Kalium erhöht, 3 Hb vermindert, 4 Kreatinin normal, 5 Harnstoff erhöht.
A
Nur 3 und 5
B
Nur 1,2,5
C
Nur 2,3,4
D
Nur 2,3,5
E
Nur 1,2,4,5
Typisch sind Hyperkaliämie, renale Anämie mit vermindertem Hb und erhöhter Harnstoff/Kreatinin. Kreatinin ist nicht normal.
Originalfrage
Frage 11: Typisch für akute Pyelonephritis sind: 1 Fieber, 2 Flankenschmerzen, 3 Gesichtsschwellungen, 4 Leukozyten im Urin, 5 Bakterien im Urin.
A
Nur 2 und 3
B
Nur 1,2,4
C
Nur 1,3,4
D
Nur 1,2,4,5
E
Alle
Fieber, Flankenschmerz, Leukozyturie und Bakteriurie sprechen für Pyelonephritis; Gesichtsschwellungen eher nephritisch/nephrotisch.
Originalfrage
Frage 12: Welche Aussage zum Blutnachweis im Urin trifft zu?
A
Teststreifen sind sehr quantitativ genau
B
Nierentumor färbt nur erste Urinfraktion rot
C
Schmerzlose Hämaturie braucht keine Diagnostik
D
Mikrohämaturie ist mit bloßem Auge erkennbar
E
Ursachen können prärenal, renal und postrenal lokalisiert sein
Hämaturie kann vor, in oder nach der Niere entstehen. Schmerzlose Makrohämaturie ist ein Alarmzeichen und muss abgeklärt werden.
Originalfrage
Frage 13: Typische Symptome einer einfachen Zystitis beim Erwachsenen: 1 Harndrang, 2 Fieber/Schüttelfrost, 3 Schmerzen beim Wasserlassen, 4 Übelkeit/Erbrechen, 5 häufiges Wasserlassen.
A
Nur 3
B
Nur 1 und 3
C
Nur 1,2,4
D
Nur 1,3,5
E
Alle
Zystitis: Harndrang, Dysurie/Algurie, Pollakisurie. Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerz oder Übelkeit sprechen eher für oberen HWI/Pyelonephritis.
Originalfrage
Frage 14: Welche Aussage zur Fachsprache ist falsch?
A
Pollakisurie = häufiges Wasserlassen
B
Algurie = Wasserlassen bei Angstzuständen
C
Nykturie = nächtliches Wasserlassen
D
Dysurie = erschwertes/schmerzhaftes Wasserlassen
E
Urämie = Harnvergiftung bei Nierenversagen
Algurie bedeutet schmerzhaftes Wasserlassen, nicht Wasserlassen bei Angstzuständen. Urämie ist keine bakterielle Blutvergiftung.
Originalfrage
Frage 15: Urinstatus: Ketone +, Glukose +, Ery -, Bilirubin -, Protein -, spezifisches Gewicht 1,015, pH 4. Welche Diagnose passt?
A
Nierensteinleiden
B
Pyelonephritis
C
Schlecht eingestellter Diabetes mellitus
D
Tumor ableitende Harnwege
E
Leberfunktionsstörung
Glukosurie plus Ketonurie und saurer Urin sprechen für entgleisten Zuckerstoffwechsel/Ketose.
Originalfrage
Frage 16: Kaliumtabletten bei eingeschränkter Nierenfunktion: Welche zwei Aussagen treffen zu?
A
Kaliumsparende Diuretika schützen vor Überdosierung
B
Vitamin E vermeidet Nebenwirkungen
C
Es gibt keine zuverlässigen Frühsymptome
D
Kochsalzfreie Ernährung schützt
E
Gefahr lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen
Hyperkaliämie kann symptomarm beginnen und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen; Niereninsuffizienz erhöht das Risiko.
Fallfrage
Frage 17: Fall: 35-jährige Frau mit Dysurie seit 3 Tagen, jetzt Fieber 38,8 °C, Flankenschmerzen und Kreislaufprobleme. Was ist prüfungsnah richtig?
A
Bettruhe, keine Maßnahmen
B
HP verschreibt Antibiotika
C
Drei Tage abwarten
D
Verdacht auf akute Pyelonephritis mit möglicher systemischer Beteiligung – sofortige ärztliche/klinische Abklärung
E
Nur Trinkmenge erhöhen
Fieber, Flankenschmerz und Kreislaufprobleme sprechen für eine akute Pyelonephritis mit möglicher Urosepsis. Das ist dringend ärztlich bzw. klinisch abzuklären.
Fallfrage
Frage 18: GFR 15–29 ml/min (CKD G4): Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Medikamente müssen ggf. dosisangepasst werden
B
Procain ist generell absolut verboten
C
Die Erkrankung ist für HP im Sinne der Behandlung ärztlich zu führen
D
Patient ist immer dialysepflichtig
E
Noch nicht zwingend dialysepflichtig
G4 ist schwere Einschränkung; Arzneidosen müssen angepasst werden. Dialysepflicht besteht typischerweise erst bei terminaler Niereninsuffizienz/Indikation, nicht automatisch bei G4.
Originalfrage
Frage 19: Welches Hormon wird in der Niere gebildet?
A
Adrenalin
B
ADH
C
Erythropoetin
D
Thyroxin
E
Insulin
Erythropoetin wird in der Niere gebildet und stimuliert die Erythropoese. ADH kommt aus Hypothalamus/Neurohypophyse.
Originalfrage
Frage 20: Terminale Niereninsuffizienz: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Serumkalium muss kontrolliert werden
B
Bei Ödemen salzreich essen
C
Eine saisonale Influenza-Impfung ist bei chronischer Nierenerkrankung als Indikationsimpfung empfohlen
D
Blutspenden stimuliert renale Anämie sinnvoll
E
Blutdruck soll gezielt 160 systolisch sein
Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz ist die Kaliumkontrolle zentral. Bei chronischer Nierenerkrankung besteht zudem eine Indikation zur saisonalen Influenza-Impfung. Salzreiche Kost, Blutspenden und ein gezielt hoher Blutdruck sind nicht sinnvoll.
Originalfrage
Frage 21: Urethritis-Erreger: Welche Aussagenkombination ist richtig? 1 Chlamydia trachomatis, 2 Mycoplasma genitalium, 3 Herpes-simplex-Viren, 4 Neisseria gonorrhoeae, 5 Escherichia coli als typischer STI-Urethritis-Erreger.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 2 und 5
C
Nur 1,4,5
D
Nur 1,2,4,5
E
Nur 1, 2, 3 und 4
Typische infektiöse Ursachen einer Urethritis sind insbesondere Chlamydia trachomatis, Neisseria gonorrhoeae und Mycoplasma genitalium; auch HSV kann eine Urethritis verursachen. E. coli ist kein typischer STI-Urethritis-Erreger.
Originalfrage
Frage 22: Ableitende Harnwege: Welche Aussagen sind richtig? 1 Kolik durch muskuläre Kontraktion, 2 Prostata schützt zuverlässig, 3 Blase konzentriert Primärharn, 4 Steine bleiben an Engstellen hängen, 5 Harn läuft über Ureter ab.
A
Nur 4 und 5
B
Nur 1,2,3
C
Nur 1,3,5
D
Nur 1,4,5
E
Alle
Ureterkontraktion kann Kolik auslösen; Steine bleiben oft an Engstellen hängen; Urin wird aus Nierenbecken über den Ureter abgeleitet. Keine Wasserresorption in der Blase.
Originalfrage
Frage 23: Erhöhtes Serumkreatinin und Serumharnstoff sprechen am ehesten für:
A
Gastritis
B
Divertikulitis
C
Leberzirrhose
D
Niereninsuffizienz
E
Pankreatitis
Kreatinin und Harnstoff sind harnpflichtige Substanzen; Anstieg im Serum spricht für eingeschränkte Nierenfunktion.
Originalfrage
Frage 24: Welches Symptom ist untypisch für Urämie?
A
Übelkeit
B
Anämie
C
Lungenödem
D
Foetor uraemicus
E
Harninkontinenz
Urämie zeigt Übelkeit, Foetor, Pruritus, Bewusstseinsstörungen, Anämie/Ödeme; Inkontinenz ist kein typisches Urämiesymptom.
Originalfrage
Frage 25: Prärenale Ursache eines akuten Nierenversagens?
A
Entzündliche Nierenerkrankung
B
Niereninfarkt
C
Schock bei starker Dehydration
D
Beidseitiger Ureterverschluss
E
Prostatahyperplasie
Prärenal bedeutet vor der Niere: verminderte Durchblutung, z. B. Schock, Dehydration, Herzinsuffizienz.
Originalfrage
Frage 26: Postrenale Ursache eines akuten Nierenversagens?
A
Beidseitiger Harnleiterverschluss durch Steine
B
Durchblutungsstörung
C
Chronische Schmerzmitteleinnahme
D
Schock bei Dehydratation
E
Entzündliche Nierenerkrankung
Postrenal bedeutet Abflussbehinderung nach der Niere, z. B. beidseitiger Ureterverschluss, Prostatahyperplasie, Tumor.
Originalfrage
Frage 27: Welche Aussage zum Urogenitalsystem trifft zu?
A
Nieren liegen vollständig intraperitoneal
B
Nieren sind im Regelfall von Fettgewebe umgeben
C
Vom Nierenbecken geht Harn über die Urethra zur Blase
D
Nierenrinde wird von Bowman-Kapsel umgeben
E
Henle-Schleife bildet Renin
Nieren liegen retroperitoneal und sind von Kapsel/Fettgewebe geschützt. Harnleiter verbindet Nierenbecken mit Blase; Renin wird juxtaglomerulär gebildet.
Originalfrage
Frage 28: Normale Nierenschwelle für Glukose liegt etwa bei:
A
100 mg/dl
B
140 mg/dl
C
180 mg/dl
D
220 mg/dl
E
260 mg/dl
Die Glukose-Nierenschwelle liegt klassisch bei ca. 160–180 mg/dl.
Originalfrage
Frage 29: Mit einem praxisüblichen Urinstreifentest werden typischerweise erfasst:
A
Kreatinin und Harnstoff
B
Harnstoff und Phosphat
C
Leukozyten und Glukose
D
Phosphat und Kreatinin
E
Kreatinin und Glukose
Teststreifen erfassen typischerweise Leukozyten, Nitrit, Protein, Blut, Glukose, Ketone, pH, spezifisches Gewicht usw., nicht Kreatinin/Harnstoff.
Originalfrage
Frage 30: Harnblasentumor: Welche zwei Aussagen treffen zu?
A
Häufigstes Erstsymptom ist Dysurie
B
In der ersten Phase oft asymptomatisch
C
Typisches Warnzeichen ist eine schmerzlose Makrohämaturie
D
Frauen häufiger betroffen
E
Gewichtsverlust/Nachtschweiß sind Leitsymptome
Blasentumoren können lange asymptomatisch sein. Ein klassisches Warnzeichen ist die schmerzlose Makrohämaturie; Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Originalfrage
Frage 31: Typisch für nephrotisches Syndrom sind: 1 Serumalbumin vermindert, 2 Hyperlipoproteinämie, 3 hohes Fieber, 4 Ödeme, 5 starke Proteinurie.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 2 und 4
C
Nur 4 und 5
D
Nur 2,4,5
E
Nur 1,2,4,5
Klassische Trias/Quartett: massive Proteinurie, Hypalbuminämie, Ödeme, Hyperlipidämie.
Originalfrage
Frage 32: Dialysepatient: Welche Empfehlungen sind richtig? 1 viel Phosphat, 2 Kaliumreiches meiden, 3 normokalorisch angepasst, 4 regelmäßig nachsalzen, 5 pauschal 2,5–3 l trinken.
A
Nur 3
B
Nur 2 und 3
C
Nur 2,3,5
D
Nur 1,2,3
E
Alle
Bei Dialyse: Kalium und Phosphat kontrollieren, salz-/flüssigkeitsbezogene Empfehlungen individuell. Normokalorische Kost mit Anpassung.
Originalfrage
Frage 33: Eine Bakteriurie ...
A
muss immer antibiotisch behandelt werden
B
muss bei jeder jungen Frau stationär abgeklärt werden
C
muss keine Symptome hervorrufen
D
ist immer Harnwegsinfekt
E
muss immer durch Anomalien verursacht sein
Bakteriurie kann asymptomatisch sein; nicht jede Bakteriurie ist behandlungsbedürftig.
Originalfrage
Frage 34: Akute unkomplizierte Zystitis: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Geht typisch mit Flankenschmerz/Fieber einher
B
Kann bei imperativem Harndrang ausgeschlossen werden
C
Ist Folge einer Harnröhrenstriktur
D
Führt typisch zu Pollakisurie und Dysurie
E
Kann bei milden unkomplizierten Verläufen auch spontan abklingen
Unkomplizierte Zystitis: typisch sind Dysurie, Pollakisurie und suprapubische Beschwerden. Fieber oder Flankenschmerz sprechen gegen eine reine Zystitis. Leichte unkomplizierte Verläufe können spontan abklingen.
Originalfrage
Frage 35: Befunde für Nierenbeckenentzündung: 1 Fieber, 2 Leukozytenzylinder, 3 Ketone im Urin, 4 Flankenschmerz, 5 CRP erhöht.
A
Nur 1,2,3,4
B
Nur 1,2,3,5
C
Nur 1,2,4,5
D
Nur 1,3,4,5
E
Nur 2,3,4,5
Pyelonephritis: Fieber, Flankenschmerz, Entzündungswerte, Leukozyturie/Bakteriurie, ggf. Leukozytenzylinder.
Originalfrage
Frage 36: Welche zwei Aussagen zur Harnuntersuchung treffen zu?
A
Glukose im Urin beweist immer Diabetes mellitus
B
Diabetes mellitus zeigt Bilirubin/Urobilinogen im Urin
C
Urin ist genauer als Blut für frühe Diabetesdiagnose
D
Mikroalbuminurie beim Diabetiker weist auf Nephropathie hin
E
Harnzuckerselbstkontrolle eignet sich nicht zur optimalen Blutzuckereinstellung
Mikroalbuminurie ist Frühsignal diabetischer Nephropathie; Urinzucker ist zur Feinsteuerung zu ungenau.
Originalfrage
Frage 37: Niereninsuffizienz: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Kleinkinder können Rachitis entwickeln
B
Häufigste akute Ursache ist Nierenarterienembolie
C
Chronische Niereninsuffizienz hat sieben Stadien
D
Bei älteren/bettlägerigen reicht Kreatinin allein oft nicht
E
Niereninsuffizienz macht immer sofort Dialysepflicht
Durch Vitamin-D-Aktivierungsstörung kann renale Osteopathie/Rachitis entstehen; bei geringer Muskelmasse kann Kreatinin die Nierenfunktion unterschätzen.
Originalfrage
Frage 38: Welche Aussage zum Harnwegsinfekt trifft zu?
A
Immer IfSG-meldepflichtig
B
Immer mit akuten Beschwerden
C
Kann akut oder chronisch verlaufen, Symptome können fehlen
D
Ist im Glomerulus lokalisiert
E
Immer Blut, Zucker und Gallenfarbstoff im Urin
HWI können symptomatisch oder asymptomatisch sein; Lokalisation meist ableitende Harnwege, nicht Glomerulus.
Originalfrage
Frage 39: Risikofaktor für Harnwegsinfektion ist:
A
Hypertonie
B
Übermäßiger Fleischgenuss
C
Übermüdung
D
Gravidität
E
Hohe Trinkmenge
Schwangerschaft begünstigt HWI und macht HWI klinisch relevanter.
Originalfrage
Frage 40: Bewusstloser Patient mit Kratzspuren, café-au-lait Hautfarbe und Ödemen: wahrscheinlichste Diagnose?
A
Hyperglykämisches Koma
B
Hypoglykämisches Koma
C
Urämisches Koma
D
Hepatisches Koma
E
Hypovolämisches Koma
Pruritus/Kratzspuren, Ödeme und typische Hautveränderung passen zu Urämie bei Nierenversagen.
Originalfrage
Frage 41: Welcher Blut-Laborbefund spricht für Nierenerkrankung?
A
Hb 14 g/dl
B
Glukose nüchtern 120 mg/dl
C
Bilirubin 2 mg/dl
D
Kreatinin 3 mg/dl
E
Harnsäure 5 mg/dl
Kreatinin 3 mg/dl ist deutlich erhöht und spricht für eingeschränkte Nierenfunktion.
Originalfrage
Frage 42: Entstehung von Nierensteinen wird gefördert durch: 1 Oxalsäure, 2 Hyperparathyreoidismus, 3 proteinreiche Ernährung, 4 Hyperurikämie, 5 HWI.
A
Nur 3 und 4
B
Nur 1,2,5
C
Nur 1,4,5
D
Nur 1,3,4,5
E
Alle
Alle genannten Faktoren können Steinbildung begünstigen.
Originalfrage
Frage 43: Bei Verdacht auf HWI: Welche Aussage ist richtig?
A
Bierbrauner Urin mit gelbem Schaum ist charakteristisch
B
Mittelstrahlurin ist in der Regel geeignet
C
Leukozyten sprechen gegen HWI
D
Jedes Bakterium bedeutet behandlungsbedürftige Infektion
E
Urinprobe warm stellen
Für Urindiagnostik nimmt man in der Regel Mittelstrahlurin; Probe nicht warm stellen.
Originalfrage
Frage 44: Rotfärbung des Urins kann bedingt sein durch: 1 Nierensteine, 2 Hämolyse, 3 Blasentumor, 4 rote Beete, 5 große Trinkmenge.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 1,2,3
C
Nur 1,3,4
D
Nur 2,4,5
E
Nur 1,2,3,4
Steine/Tumor können Blut verursachen; Hämolyse Hämoglobinurie; rote Beete färbt. Große Trinkmenge verdünnt eher.
🎤 Mündliche Kurzprüfung
Mündliche Prüfung
Erkläre den Unterschied zwischen Zystitis und Pyelonephritis prüfungsnah.

Zystitis = unterer HWI: Dysurie, Pollakisurie, suprapubische Beschwerden, meist kein Fieber. Pyelonephritis = oberer HWI/Nierenbeckenentzündung: Fieber, Flankenschmerz, reduzierter AZ, Klopfschmerz, Leukozyturie/Bakteriurie, CRP erhöht. HP-Grenze: Pyelonephritis ärztlich abklären.
Mündliche Prüfung
Nenne die Leitsymptome der chronischen Niereninsuffizienz.

Müdigkeit, Leistungsknick, Hypertonie, Ödeme, Pruritus, Übelkeit, Foetor uraemicus, renale Anämie, Elektrolytstörungen v. a. Hyperkaliämie, renale Osteopathie, später Urämie.
Mündliche Prüfung
Was ist das nephrotische Syndrom?

Massive Proteinurie >3,5 g/Tag, Hypalbuminämie, Ödeme und Hyperlipidämie. Ursachen u. a. Glomerulonephritis und Diabetes mellitus. Gefahr: Thrombosen/Infektionen/Volumenprobleme.
Mündliche Prüfung
Welche Ursachen hat akutes Nierenversagen?

Prärenal: Minderperfusion, Schock, Exsikkose. Intrarenal: Entzündungen, Medikamente/Toxine, Ischämie, Glomerulonephritis. Postrenal: Abflussstörung, z. B. Steine, Prostatahyperplasie, Tumor.