Nieren und Harnwege · Übungen & Falltraining
Nieren und Harnwege · Übungsaufgaben
Originalfragen, Fälle & mündliches Training
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🔬 Grundlagen, Anatomie & Urindiagnostik
Originalfrage
Welche Aussagen zur Urinuntersuchung treffen zu? 1 Kreatinin im Urin ist physiologisch, 2 pflanzliche Kost macht Urin eher basisch, 3 Diabetes insipidus zeigt hochkonzentrierten Urin, 4 Cholesterin wird über Urin ausgeschieden, 5 hohes spezifisches Gewicht bei starkem Schwitzen.
A
Nur 1
B
Nur 1 und 5
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 1, 3 und 5
E
Nur 2, 3, 4 und 5
Bitte wähle zuerst die erforderliche Anzahl an Antworten aus.
Kreatinin im Urin ist normal; pflanzliche Kost kann den pH anheben; bei Schwitzen wird Urin konzentrierter. Diabetes insipidus macht eher große Mengen verdünnten Urin.
Originalfrage
Welche Aussage zur Niere und zum Urin ist richtig?
A
In der Niere wird Harnstoff gebildet
B
In der Niere wird Vitamin D in seine hormonell wirksame Form überführt
C
Die Niere bildet ca. 1,8 Liter Primärharn/Tag
D
Spezifisches Gewicht liegt bei 0,7–0,9 g/ml
E
Autoregulation funktioniert bei 35–240 mmHg systolisch normal
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Die Niere aktiviert Vitamin D zu Calcitriol. Primärharn ca. 180 Liter/Tag; Harnstoff entsteht überwiegend in der Leber.
Originalfrage
Welche zwei Aussagen zur Urindiagnostik sind richtig?
A
Glukose ist nach Überschreiten der Nierenschwelle im Urin nachweisbar
B
Neu aufgetretene Proteinurie in der Schwangerschaft kann – zusammen mit weiteren Kriterien – auf eine Präeklampsie hinweisen
C
Vitamin D macht Glukoseteststreifen falsch negativ
D
Mikrohämaturie kann nicht durch Sport ausgelöst werden
E
Leukozyten im Urin sprechen gegen bakterielle Infektion
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Glukosurie kann nach Überschreiten der renalen Glukoseschwelle auftreten. Neu aufgetretene Proteinurie in der Schwangerschaft kann im passenden klinischen Kontext auf eine Präeklampsie hinweisen. Intensive körperliche Belastung kann eine vorübergehende Mikrohämaturie verursachen; Leukozyturie kann zu einem Harnwegsinfekt passen.
Originalfrage
Was kann zu einer Mikrohämaturie führen? 1 Rote Beete, 2 intensive körperliche Aktivität, 3 ASS, 4 Nierentuberkulose, 5 Prostatitis.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 4 und 5
C
Nur 3, 4 und 5
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
Alle
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Rote Beete färbt Urin, verursacht aber keine echte Mikrohämaturie. Sport, ASS/Blutungsneigung, Nierentuberkulose und Prostatitis können Hämaturie auslösen.
Originalfrage
Welche Aussage zum Blutnachweis im Urin trifft zu?
A
Teststreifen sind sehr quantitativ genau
B
Nierentumor färbt nur erste Urinfraktion rot
C
Schmerzlose Hämaturie braucht keine Diagnostik
D
Mikrohämaturie ist mit bloßem Auge erkennbar
E
Ursachen können prärenal, renal und postrenal lokalisiert sein
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Hämaturie kann vor, in oder nach der Niere entstehen. Schmerzlose Makrohämaturie ist ein Alarmzeichen und muss abgeklärt werden.
Originalfrage
Welche Aussage zum Urogenitalsystem trifft zu?
A
Nieren liegen vollständig intraperitoneal
B
Nieren sind im Regelfall von Fettgewebe umgeben
C
Vom Nierenbecken geht Harn über die Urethra zur Blase
D
Nierenrinde wird von Bowman-Kapsel umgeben
E
Henle-Schleife bildet Renin
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Nieren liegen retroperitoneal und sind von Kapsel/Fettgewebe geschützt. Harnleiter verbindet Nierenbecken mit Blase; Renin wird juxtaglomerulär gebildet.
Originalfrage
Normale Nierenschwelle für Glukose liegt etwa bei:
A
100 mg/dl
B
140 mg/dl
C
180 mg/dl
D
220 mg/dl
E
260 mg/dl
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Die Glukose-Nierenschwelle liegt klassisch bei ca. 160–180 mg/dl.
Originalfrage
Mit einem praxisüblichen Urinstreifentest werden typischerweise erfasst:
A
Kreatinin und Harnstoff
B
Harnstoff und Phosphat
C
Leukozyten und Glukose
D
Phosphat und Kreatinin
E
Kreatinin und Glukose
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Teststreifen erfassen typischerweise Leukozyten, Nitrit, Protein, Blut, Glukose, Ketone, pH, spezifisches Gewicht usw., nicht Kreatinin/Harnstoff.
📉 Niereninsuffizienz, Urämie, Elektrolyte
Originalfrage
Welcher Laborparameter steht in unmittelbarem Zusammenhang mit renaler Osteopathie?
A
Thyreoglobulin
B
Parathormon (PTH)
C
Rheumafaktor
D
PSA
E
Ammoniak
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Chronische Niereninsuffizienz führt über Vitamin-D-/Phosphat-/Calcium-Störungen zu sekundärem Hyperparathyreoidismus; PTH ist zentral.
Originalfrage
Welche Blutwerte sind bei langjähriger Niereninsuffizienz typisch? 1 Erys erhöht, 2 Kalium erhöht, 3 Hb vermindert, 4 Kreatinin normal, 5 Harnstoff erhöht.
A
Nur 3 und 5
B
Nur 1,2,5
C
Nur 2,3,4
D
Nur 2,3,5
E
Nur 1,2,4,5
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Typisch sind Hyperkaliämie, renale Anämie mit vermindertem Hb und erhöhter Harnstoff/Kreatinin. Kreatinin ist nicht normal.
Originalfrage
Kaliumtabletten bei eingeschränkter Nierenfunktion: Welche zwei Aussagen treffen zu?
A
Kaliumsparende Diuretika schützen vor Überdosierung
B
Vitamin E vermeidet Nebenwirkungen
C
Es gibt keine zuverlässigen Frühsymptome
D
Kochsalzfreie Ernährung schützt
E
Gefahr lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen
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Hyperkaliämie kann symptomarm beginnen und lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen; Niereninsuffizienz erhöht das Risiko.
Fallfrage
GFR 15–29 ml/min (CKD G4): Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Medikamente müssen ggf. dosisangepasst werden
B
Procain ist generell absolut verboten
C
Die Erkrankung ist für HP im Sinne der Behandlung ärztlich zu führen
D
Patient ist immer dialysepflichtig
E
Noch nicht zwingend dialysepflichtig
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G4 ist schwere Einschränkung; Arzneidosen müssen angepasst werden. Dialysepflicht besteht typischerweise erst bei terminaler Niereninsuffizienz/Indikation, nicht automatisch bei G4.
Originalfrage
Welches Hormon wird in der Niere gebildet?
A
Adrenalin
B
ADH
C
Erythropoetin
D
Thyroxin
E
Insulin
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Erythropoetin wird in der Niere gebildet und stimuliert die Erythropoese. ADH kommt aus Hypothalamus/Neurohypophyse.
Originalfrage
Terminale Niereninsuffizienz: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Serumkalium muss kontrolliert werden
B
Bei Ödemen salzreich essen
C
Eine jährliche Influenza-Impfung ist bei chronischer Nierenerkrankung empfohlen
D
Blutspenden stimuliert renale Anämie sinnvoll
E
Blutdruck soll gezielt 160 systolisch sein
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Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz ist die Kontrolle des Serumkaliums zentral. Chronische Nierenerkrankungen gehören zu den Indikationen für die jährliche Influenza-Impfung. Salzreiche Ernährung bei Ödemen, Blutspenden zur Behandlung der renalen Anämie und ein gezielt systolischer Blutdruck von 160 mmHg sind nicht korrekt.
Originalfrage
Welches Symptom ist untypisch für Urämie?
A
Übelkeit
B
Anämie
C
Lungenödem
D
Foetor uraemicus
E
Harninkontinenz
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Urämie zeigt Übelkeit, Foetor, Pruritus, Bewusstseinsstörungen, Anämie/Ödeme; Inkontinenz ist kein typisches Urämiesymptom.
Originalfrage
Prärenale Ursache eines akuten Nierenversagens?
A
Entzündliche Nierenerkrankung
B
Niereninfarkt
C
Schock bei starker Dehydration
D
Beidseitiger Ureterverschluss
E
Prostatahyperplasie
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Prärenal bedeutet vor der Niere: verminderte Durchblutung, z. B. Schock, Dehydration, Herzinsuffizienz.
🫧 Nephrotisches Syndrom, Zysten & glomeruläre Zeichen
Originalfrage
Welche zwei Aussagen zum nephrotischen Syndrom sind richtig?
A
Zucker im Urin ist auffälligstes Laborergebnis
B
Diabetes mellitus kann sekundäre Ursache sein
C
Cholesterinwerte sind meist erniedrigt
D
Leitsymptom ist massive Proteinurie
E
Ödeme entstehen durch erhöhtes Serumeiweiß
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Nephrotisches Syndrom: Proteinurie >3,5 g/Tag, Hypalbuminämie, Ödeme, Hyperlipidämie. Diabetes mellitus ist eine wichtige sekundäre Ursache.
Originalfrage
Welche zwei Aussagen zu Nierenzysten sind richtig?
A
Nach 20 Jahren ist maligne Entartung deutlich vergrößert
B
Charakteristisch ist Hämaturie
C
Nierenzysten können genetisch bedingt sein
D
Sie werden häufig als harmloser Zufallsbefund gefunden
E
Meist sind es Schokoladenzysten
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Einfache Zysten sind häufige Zufallsbefunde; es gibt auch genetische Zystennierenerkrankungen. Schokoladenzysten gehören zur Endometriose.
Originalfrage
Welche Gründe kommen bei alkalischem Urin-pH am ehesten infrage? Wählen Sie zwei.
A
Fleischreiche Kost
B
Unbehandelte Gicht
C
Vegetarische Kost
D
Coma diabeticum
E
Harnwegsinfekt
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Vegetarische/pflanzenreiche Kost und Harnwegsinfekte mit ureasebildenden Keimen können den Urin alkalischer machen.
Originalfrage
Typisch für nephrotisches Syndrom sind: 1 Serumalbumin vermindert, 2 Hyperlipoproteinämie, 3 hohes Fieber, 4 Ödeme, 5 starke Proteinurie.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 2 und 4
C
Nur 4 und 5
D
Nur 2,4,5
E
Nur 1,2,4,5
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Klassische Trias/Quartett: massive Proteinurie, Hypalbuminämie, Ödeme, Hyperlipidämie.
Originalfrage
Niereninsuffizienz: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Kleinkinder können Rachitis entwickeln
B
Häufigste akute Ursache ist Nierenarterienembolie
C
Chronische Niereninsuffizienz hat sieben Stadien
D
Bei älteren/bettlägerigen reicht Kreatinin allein oft nicht
E
Niereninsuffizienz macht immer sofort Dialysepflicht
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Durch Vitamin-D-Aktivierungsstörung kann renale Osteopathie/Rachitis entstehen; bei geringer Muskelmasse kann Kreatinin die Nierenfunktion unterschätzen.
🦠 Harnwegsinfekte, Zystitis & Pyelonephritis
Originalfrage
Welche Aussagen zur Zystitis treffen zu? 1 häufiger Frauen, 2 begünstigt durch Geschlechtsverkehr, 3 vor allem Staphylococcus aureus, 4 Pollakisurie/Dysurie, 5 gekennzeichnet durch sauren pH im Teststreifen.
A
Nur 1, 2 und 4
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle
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Typisch sind häufig Frauen, Begünstigung durch Geschlechtsverkehr und Pollakisurie/Dysurie. Häufigster Erreger ist E. coli, nicht Staphylococcus aureus; ein saurer pH ist nicht das Leitsignal.
Originalfrage
Typisch für akute Pyelonephritis sind: 1 Fieber, 2 Flankenschmerzen, 3 Gesichtsschwellungen, 4 Leukozyten im Urin, 5 Bakterien im Urin.
A
Nur 2 und 3
B
Nur 1,2,4
C
Nur 1,3,4
D
Nur 1,2,4,5
E
Alle
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Fieber, Flankenschmerz, Leukozyturie und Bakteriurie sprechen für Pyelonephritis; Gesichtsschwellungen eher nephritisch/nephrotisch.
Originalfrage
Typische Symptome einer einfachen Zystitis beim Erwachsenen: 1 Harndrang, 2 Fieber/Schüttelfrost, 3 Schmerzen beim Wasserlassen, 4 Übelkeit/Erbrechen, 5 häufiges Wasserlassen.
A
Nur 3
B
Nur 1 und 3
C
Nur 1,2,4
D
Nur 1,3,5
E
Alle
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Zystitis: Harndrang, Dysurie/Algurie, Pollakisurie. Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerz oder Übelkeit sprechen eher für oberen HWI/Pyelonephritis.
Originalfrage
Welche Aussage zur Fachsprache ist falsch?
A
Pollakisurie = häufiges Wasserlassen
B
Algurie = Wasserlassen bei Angstzuständen
C
Nykturie = nächtliches Wasserlassen
D
Dysurie = erschwertes/schmerzhaftes Wasserlassen
E
Urämie = Harnvergiftung bei Nierenversagen
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Algurie bedeutet schmerzhaftes Wasserlassen, nicht Wasserlassen bei Angstzuständen. Urämie ist keine bakterielle Blutvergiftung.
Fallfrage
Fall: 35-jährige Frau mit Dysurie seit 3 Tagen, jetzt Fieber 38,8 °C, Flankenschmerzen und Kreislaufprobleme. Was ist prüfungsnah richtig?
A
Bettruhe, keine Maßnahmen
B
HP verschreibt Antibiotika
C
Drei Tage abwarten
D
Verdacht auf akute Pyelonephritis mit möglicher systemischer Beteiligung/Urosepsis – unverzügliche ärztliche bzw. notfallmäßige Abklärung
E
Nur Trinkmenge erhöhen
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Fieber + Flankenschmerz + Kreislaufprobleme sind Warnzeichen für aufsteigende Infektion/Pyelonephritis bis Urosepsis. Arzt/Notfall.
Originalfrage
Urethritis-Erreger: Welche Aussagenkombination ist richtig? 1 Chlamydien, 2 Mycoplasma genitalium, 3 Herpes-simplex-Viren, 4 Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae), 5 Escherichia coli als typischer STI-Urethritis-Erreger.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 2 und 5
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Alle
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Typische infektiöse Ursachen einer Urethritis sind insbesondere Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoeae; auch Mycoplasma genitalium und HSV können eine Urethritis verursachen. E. coli ist dagegen kein typischer STI-Urethritis-Erreger.
Originalfrage
Akute unkomplizierte Zystitis: Welche zwei Aussagen sind richtig?
A
Geht typisch mit Flankenschmerz/Fieber einher
B
Kann bei imperativem Harndrang ausgeschlossen werden
C
Ist Folge einer Harnröhrenstriktur
D
Führt typisch zu Pollakisurie und Dysurie
E
Kann bei mildem unkompliziertem Verlauf auch spontan abklingen
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Unkomplizierte Zystitis: typisch sind Dysurie, Pollakisurie und imperativer Harndrang, ggf. suprapubische Beschwerden. Ein milder unkomplizierter Verlauf kann spontan abklingen; Fieber und Flankenschmerz sprechen gegen eine einfache Zystitis und für einen oberen Harnwegsinfekt.
Originalfrage
Befunde für Nierenbeckenentzündung: 1 Fieber, 2 Leukozytenzylinder, 3 Ketone im Urin, 4 Flankenschmerz, 5 CRP erhöht.
A
Nur 1,2,3,4
B
Nur 1,2,3,5
C
Nur 1,2,4,5
D
Nur 1,3,4,5
E
Nur 2,3,4,5
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Pyelonephritis: Fieber, Flankenschmerz, Entzündungswerte, Leukozyturie/Bakteriurie, ggf. Leukozytenzylinder.
Originalfrage
Welche Aussage zum Harnwegsinfekt trifft zu?
A
Immer IfSG-meldepflichtig
B
Immer mit akuten Beschwerden
C
Kann akut oder chronisch verlaufen, Symptome können fehlen
D
Ist im Glomerulus lokalisiert
E
Immer Blut, Zucker und Gallenfarbstoff im Urin
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HWI können symptomatisch oder asymptomatisch sein; Lokalisation meist ableitende Harnwege, nicht Glomerulus.
Originalfrage
Risikofaktor für Harnwegsinfektion ist:
A
Hypertonie
B
Übermäßiger Fleischgenuss
C
Übermüdung
D
Gravidität
E
Hohe Trinkmenge
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Schwangerschaft begünstigt HWI und macht HWI klinisch relevanter.
🚨 Falltraining & HP-Grenzen
Fallbeispiel

Fall 1 · Flankenschmerz nach Zystitis

Eine Patientin berichtet über Brennen beim Wasserlassen, Pollakisurie und seit der Nacht Fieber, Schüttelfrost, starke Flankenschmerzen und Kreislaufprobleme.

Verdacht auf akute Pyelonephritis/aufsteigende Harnwegsinfektion, bei Kreislaufproblemen auch Urosepsis bedenken. HP: keine Behandlung, unverzügliche ärztliche/klinische Abklärung.
Fallbeispiel

Fall 2 · Schmerzlose Makrohämaturie

Ein 68-jähriger Mann berichtet über sichtbar roten Urin ohne Schmerzen. Keine Dysurie, kein Fieber.

Schmerzlose Makrohämaturie ist Tumorwarnzeichen, u. a. Blasen-/Nierentumor. Abklärung zwingend, nicht beruhigen.
Fallbeispiel

Fall 3 · Hyperkaliämie-Risiko

Patient mit eingeschränkter Nierenfunktion nimmt Kaliumtabletten und kaliumsparendes Diuretikum. Er fühlt sich nur etwas schwach.

Hyperkaliämie kann unspezifisch beginnen und lebensbedrohliche Rhythmusstörungen verursachen. Serumkalium/Arztkontakt, keine Bagatellisierung.
Fallbeispiel

Fall 4 · Ödeme und schäumender Urin

Patientin zeigt Lidödeme, Knöchelödeme und berichtet über stark schäumenden Urin.

Proteinurie/nephrotisches Syndrom denken: Urinstatus, Proteinurie, Albumin, Lipide; ärztliche Abklärung.
🎤 Offene Fragen für die mündliche Prüfung
Mündliche Prüfung
Erkläre den Unterschied zwischen Zystitis und Pyelonephritis prüfungsnah.

Zystitis = unterer HWI: Dysurie, Pollakisurie, suprapubische Beschwerden, meist kein Fieber. Pyelonephritis = oberer HWI/Nierenbeckenentzündung: Fieber, Flankenschmerz, reduzierter AZ, Klopfschmerz, Leukozyturie/Bakteriurie, CRP erhöht. HP-Grenze: Pyelonephritis ärztlich abklären.
Mündliche Prüfung
Nenne die Leitsymptome der chronischen Niereninsuffizienz.

Müdigkeit, Leistungsknick, Hypertonie, Ödeme, Pruritus, Übelkeit, Foetor uraemicus, renale Anämie, Elektrolytstörungen v. a. Hyperkaliämie, renale Osteopathie, später Urämie.
Mündliche Prüfung
Was ist das nephrotische Syndrom?

Massive Proteinurie >3,5 g/Tag, Hypalbuminämie, Ödeme und Hyperlipidämie. Ursachen u. a. Glomerulonephritis und Diabetes mellitus. Gefahr: Thrombosen/Infektionen/Volumenprobleme.
Mündliche Prüfung
Welche Ursachen hat akutes Nierenversagen?

Prärenal: Minderperfusion, Schock, Exsikkose. Intrarenal: Entzündungen, Medikamente/Toxine, Ischämie, Glomerulonephritis. Postrenal: Abflussstörung, z. B. Steine, Prostatahyperplasie, Tumor.
Mündliche Prüfung
Wie interpretierst du Glukose + Ketone im Urin?

Hinweis auf schlecht eingestellten Diabetes bzw. metabolische Entgleisung/Ketose. Bei Symptomen/krankem Eindruck: ärztlich/Notfall, besonders bei Azidosezeichen.