Notfall · Abschlusstest
Prüfungsnaher Notfall-Test
30 Multiple-Choice-Fragen mit sofortiger Lösung. Die Fragen orientieren sich an typischen HP-Originalfragen und den wichtigsten Notfall-Fallen.
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Auswertung: Bestanden ab 75 %. Wiederhole besonders Reanimation, Schock, Anaphylaxie, Schlaganfall, Verbrennung/Hitzschlag und Intoxikationen.
📝 Multiple Choice
Originalfrage
Frage 1: Basismaßnahmen der kardiopulmonalen Reanimation sind:
A
Atemwege freimachen und Herzdruckmassage beginnen
B
Blutdruckmessung und Radialispulsprüfung
C
Lungenauskultation und Temperaturmessung
D
Stabile Seitenlage und abwarten
E
Erst Anamnese, dann Notruf
Nicht verzögern: Atemwege frei machen, Atmung prüfen, bei fehlender normaler Atmung sofort CPR/Notruf.
Originalfrage
Frage 2: Der medizinische Begriff Schock meint vor allem:
A
Blutdruckanstieg
B
Kapilläre Minderperfusion
C
immer Blutverlust
D
immer Bewusstlosigkeit
E
Kortisonpflicht
Schock = lebensbedrohliche Kreislaufstörung mit unzureichender Gewebeperfusion.
Originalfrage
Frage 3: Verhältnis Herzdruckmassage:Beatmung beim Erwachsenen:
A
15:2
B
30:2
C
3:1
D
5:1
E
10:1
Standard ist 30:2.
Originalfrage
Frage 4: Frequenz der Herzdruckmassage:
A
60–80/min
B
80–90/min
C
100–120/min
D
130–150/min
E
beliebig schnell
Empfohlen sind 100–120 Kompressionen/min.
Originalfrage
Frage 5: Schnappatmung bei bewusstlosem Patienten bedeutet:
A
keine Reanimation nötig
B
normale Atmung
C
Atemstillstand/Kreislaufstillstand wahrscheinlich
D
Patient nur beruhigen
E
stabile Seitenlage reicht immer
Schnappatmung ist keine normale Atmung und wird wie Atemstillstand behandelt.
Originalfrage
Frage 6: Kardiogener Schock wird gelagert mit:
A
Beine hoch
B
Oberkörper hoch
C
Bauchlage
D
Kopftieflage
E
rechte Seitenlage immer
Beim kardiogenen Schock/Lungenödem: Oberkörper hoch, Herz entlasten.
Originalfrage
Frage 7: Beim kardiogenen Schock gilt:
A
viel Volumen geben
B
kein Volumen, Herz ist überlastet
C
immer Beine hoch
D
immer Tütenatmung
E
Adrenalin-Autoinjektor
Volumen kann das insuffiziente Herz zusätzlich überlasten.
Originalfrage
Frage 8: Warme, trockene Haut in der Frühphase kann typisch sein für:
A
hypovolämischen Schock
B
septischen Schock
C
kardiogenen Schock
D
Opiatintoxikation
E
Sopor
Septischer Schock kann initial mit warmer, trockener/geröteter Haut auftreten.
Originalfrage
Frage 9: Anaphylaxie kann zeigen:
A
Urtikaria, Atemnot, Tachykardie, Angst
B
Bradykardie ohne Hautzeichen
C
nur Fieber
D
nur Bauchschmerz
E
immer Hypertonie
Anaphylaxie betrifft häufig Haut, Atemwege, Kreislauf und Gastrointestinaltrakt.
Originalfrage
Frage 10: Bei Kammerflimmern ist entscheidend:
A
Langzeit-EKG
B
Defibrillation
C
Marcumar
D
Karotismassage
E
Belastungs-EKG
Kammerflimmern ist defibrillierbar.
Originalfrage
Frage 11: Psychogene Hyperventilationstetanie: richtige Maßnahme:
A
Calcium i.v. als Standard
B
beruhigen, Atmung anleiten, ggf. kurzfristige Tütenatmung
C
Kortisonspray
D
Insulin
E
sofort Reanimation
Beruhigung und kontrollierte Atmung stehen im Vordergrund.
Originalfrage
Frage 12: Krampfanfall in der Praxis: richtig ist:
A
Beißkeil einführen
B
festhalten
C
Umgebung sichern, Kopf schützen, nichts in den Mund
D
Wasser geben
E
Patient aufrecht halten
Verletzungen verhindern, nicht festhalten, kein Beißkeil.
Originalfrage
Frage 13: Schlaganfallverdacht: richtig:
A
Hausarzttermin
B
FAST-Test, Vitalfunktionen, 112
C
Vitamin D i.m.
D
Patient laufen lassen
E
viel trinken geben
Time is brain: sofort Rettungsdienst.
Originalfrage
Frage 14: Lungenembolie-Verdacht bei Dyspnoe, Zyanose, Halsvenenstauung:
A
zeitnah Hausarzt
B
Notarzt rufen
C
Massage
D
Tütenatmung
E
Flachlagerung
Lungenembolie ist ein Notfall.
Originalfrage
Frage 15: Akute Epiglottitis beim Kind: was vermeiden?
A
Notruf
B
Beruhigen
C
Racheninspektion
D
Sauerstoff falls verfügbar
E
aufrecht sitzen lassen
Racheninspektion kann Atemwegsverschluss auslösen.
Originalfrage
Frage 16: Akutes Abdomen: wichtig:
A
essen und trinken lassen
B
abwartend behandeln
C
Notfall/Klinik bei Peritonismus, Ileus, Schockzeichen
D
Bauch kräftig massieren
E
Wärmeflasche
Akutes Abdomen mit Red Flags gehört ärztlich/klinisch abgeklärt.
Originalfrage
Frage 17: Paralytischer Ileus:
A
metallische Geräusche
B
Totenstille
C
wässriger Durchfall
D
Lungenrasseln
E
Urtikaria
Paralytisch = keine Darmgeräusche.
Originalfrage
Frage 18: Verbrennung mit Blasenbildung und starken Schmerzen entspricht meist:
A
Grad I
B
Grad II
C
Grad III
D
Grad IV
E
keiner Verbrennung
Blasenbildung spricht für Verbrennung 2. Grades.
Originalfrage
Frage 19: Handflächenregel bei Verbrennungen:
A
Handfläche inkl. Finger ca. 1% KOF
B
Arm 50%
C
Kopf 1%
D
Bein 5%
E
Rumpf 9% insgesamt
Die Handfläche des Patienten inklusive Finger entspricht etwa 1% Körperoberfläche.
Originalfrage
Frage 20: Großflächige Verbrennung: falsch ist:
A
Vitalzeichen prüfen
B
Neuner-Regel
C
steril abdecken
D
Eiswasser und Salbenverband
E
Notruf bei schweren Verbrennungen
Kein Eiswasser, keine Salben auf großflächige Brandwunden.
SprintMed-Frage
Frage 21: Hitzschlag ist:
A
immer harmlos
B
absoluter Notfall
C
nur Sonnenbrand
D
ohne Temperaturanstieg
E
typisch Bradykardie ohne ZNS-Zeichen
Hitzschlag ist lebensbedrohlich und erfordert Kühlung/Notruf.
SprintMed-Frage
Frage 22: Opiatintoxikation typisch:
A
Mydriasis und Hyperventilation
B
Miosis und Atemdepression
C
Fieber 40°C
D
Hypertonie und Tremor
E
Nasenbluten
Opiate machen enge Pupillen und Atemdepression.
SprintMed-Frage
Frage 23: Sopor bedeutet:
A
leicht erweckbar
B
nicht erweckbar, kein Reflex
C
nur durch starke Reize weckbar, nicht voll erweckbar
D
voll orientiert
E
Atemstillstand
Sopor = tiefe Bewusstseinsstörung, nur durch starke Reize kurzfristig weckbar.
SprintMed-Frage
Frage 24: Stabile Seitenlage dient vor allem:
A
Blutdrucksteigerung
B
Aspirationsschutz und Sicherung der Atemwege
C
Hirndrucksenkung
D
venöser Rückstrom
E
Schmerztherapie
Bewusstlos mit Eigenatmung: stabile Seitenlage zum Schutz vor Aspiration/Zunge.
SprintMed-Frage
Frage 25: Geeignet für stabile Seitenlage ist in der Regel:
A
bewusstlos, atmend, kreislaufstabil
B
Atemstillstand
C
Polytrauma mit Wirbelsäulenverdacht immer
D
wacher Patient mit Bauchschmerz
E
Herzstillstand
Bei Atemstillstand wird reanimiert, nicht Seitenlage.
SprintMed-Frage
Frage 26: Vena-cava-Kompressionssyndrom: Lagerung:
A
rechte Seite
B
linke Seite
C
Bauchlage
D
Kopftieflage
E
sitzen mit Beine hoch
Linksseitenlagerung entlastet die V. cava inferior.
SprintMed-Frage
Frage 27: Nasenbluten: richtige Maßnahme:
A
Kopf nach hinten
B
flach hinlegen
C
Kopf nach vorne, Nasenflügel komprimieren
D
Nase ausspülen mit heißem Wasser
E
sofort Salbe
Kopf nach vorne verhindert Verschlucken von Blut; Nasenflügel komprimieren.
SprintMed-Frage
Frage 28: Sichere Todeszeichen:
A
fehlender Puls
B
keine Atmung
C
Totenflecken und Totenstarre
D
kalte Haut
E
enge Pupillen
Sichere Todeszeichen sind u. a. Totenflecken und Totenstarre.
SprintMed-Frage
Frage 29: Reversible Ursachen eines Herz-Kreislauf-Stillstands umfassen:
A
Hypoxie, Hypothermie, Elektrolytentgleisung, Spannungspneumothorax, Tamponade
B
nur Hypoxie
C
nur Hypothermie
D
nur Hypertonie
E
nur Dehydratation
Die 4H/4T umfassen u. a. Hypoxie, Hypovolämie, Hypo-/Hyperkaliämie, Hypothermie, Spannungspneumothorax, Tamponade, Toxine, Thrombose.
SprintMed-Frage
Frage 30: Starke Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot: Lagerung meist:
A
Oberkörper hoch
B
Bauchlage
C
Kopftieflage
D
Beine hoch
E
flach und trinken lassen
Bei Atemnot/Kopfbeschwerden ist Oberkörperhochlagerung meist sinnvoll, bis Rettungsdienst übernimmt.
🎤 Mündliche Prüfungsfragen
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Beschreibe den kompletten Algorithmus bei bewusstlosem Patienten.
Ansprechen/rütteln, Hilfe rufen, Atemwege öffnen, Atmung sehen-hören-fühlen prüfen. Normale Atmung vorhanden → stabile Seitenlage, 112, Kontrolle. Keine normale Atmung/Schnappatmung → 112/AED, sofort Herzdruckmassage 30:2, 100–120/min, 5–6 cm, bis Rettungsdienst übernimmt.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Nenne fünf Situationen, in denen du sofort den Notarzt rufst.
Atemstillstand/Kreislaufstillstand, Schlaganfallzeichen, Thoraxschmerz mit Dyspnoe/Kaltschweißigkeit, Anaphylaxie, Schockzeichen, Lungenembolieverdacht, Hitzschlag, schwere Verbrennung, Bewusstseinsstörung, akutes Abdomen mit Peritonismus.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Wie unterscheidest du hypovolämischen und kardiogenen Schock in der Erstversorgung?
Hypovolämisch: Volumenmangel, kalte blasse Haut, Durst, Tachykardie, Hypotonie, Beine hoch/Volumen im Rettungskontext. Kardiogen: Herz pumpt nicht, Atemnot/Lungenödem/Halsvenenstauung möglich, Oberkörper hoch, kein Volumen, Notarzt.