Psychologie & Psychiatrie · Abschlusstest
Psychologie & Psychiatrie · Abschlusstest
Prüfungsnaher Test
45 MC-Fragen aus Prüfungsfragen und SprintMed-Fragen. Antwort(en) markieren und erst anschließend auf „Antworten“ klicken.
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Auswertung: Bestanden ab 75 %. Offene Fragen dienen nur der Vorbereitung auf die mündliche Heilpraktikerprüfung.
📝 Multiple Choice & Fallfragen
Originalfrage
Frage 1: Charakteristisch für das klinische Bild der paranoiden Schizophrenie nach ICD-10 sind: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Störung der örtlichen Orientierung
B
Akustische Halluzinationen
C
Wahnideen
D
Haltungsstereotypien
E
Gehobene Stimmung
Richtige Antwort: B: Akustische Halluzinationen · C: Wahnideen
Paranoide Schizophrenie ist vor allem durch Wahnideen und häufig akustische Halluzinationen geprägt. Orientierungsstörungen sprechen eher für organische Ursachen/Delir.
Originalfrage
Frage 2: Welche Faktoren stützen den Verdacht auf Suizidalität? 1 Suchtmittelkonsum, 2 fehlende tragfähige Bindungen, 3 Autoaggressivität, 4 frühere Suizidandrohungen, 5 sozialer Rückzug.
A
Nur 1, 2 und 4
B
Nur 3, 4 und 5
C
Nur 1, 2, 3 und 5
D
Nur 1, 3, 4 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: E: Alle Aussagen sind richtig
Alle genannten Faktoren erhöhen bzw. stützen den Verdacht auf Suizidalität und müssen aktiv exploriert werden.
Originalfrage
Frage 3: Welche Faktoren können akute Verwirrtheit verursachen? 1 Elektrolytstörung, 2 fieberhafter Infekt, 3 Diuretikum, 4 Hypoglykämie, 5 Ateminsuffizienz.
A
Nur 3 und 4
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 1, 4 und 5
D
Nur 2, 3 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: E: Alle Aussagen sind richtig
Akute Verwirrtheit/Delir kann durch metabolische, infektiöse, medikamentöse, respiratorische und viele weitere somatische Ursachen ausgelöst werden.
Originalfrage
Frage 4: Leitsymptome der ADHS sind: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Ängstliche Zurückhaltung
B
Störung der Aufmerksamkeit
C
Störung der Muskelkoordination und des Körpergefühls
D
Impulsivität
E
Intelligenzminderung
Richtige Antwort: B: Störung der Aufmerksamkeit · D: Impulsivität
Kernsymptome der ADHS sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Intelligenzminderung gehört nicht zu den Leitsymptomen.
SprintMed-Frage
Frage 5: Welche Aussagen zu Gedächtnisstörungen treffen zu? 1 Eine anterograde Amnesie betrifft vor allem die Speicherung neuer Inhalte nach einem Ereignis. 2 Eine retrograde Amnesie betrifft Erinnerungen an die Zeit vor einem auslösenden Ereignis. 3 Eine Hypermnesie bezeichnet eine gesteigerte Erinnerungsfähigkeit. 4 Konfabulationen füllen Erinnerungslücken mit erfundenen Inhalten. 5 Paramnesien beinhalten falsches Wiedererkennen bzw. Trugerinnerungen.
A
Nur 4 ist richtig
B
Nur 1 und 2
C
Nur 4 und 5
D
Nur 1, 4 und 5
E
Nur 2, 3 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 4 und 5
Konfabulationen sind für Korsakow typisch. Paramnesien sind qualitative Gedächtnisstörungen. Retrograde Amnesie betrifft die Zeit vor einem Ereignis, nicht danach.
Originalfrage
Frage 6: Zu den formalen Denkstörungen zählen: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Neologismen
B
Ich-Erlebnis-Störungen
C
Gedankenlautwerden
D
Beeinflussungserleben
E
Perseverationen
Richtige Antwort: A: Neologismen · E: Perseverationen
Neologismen und Perseverationen zählen zu den formalen Denkstörungen. Gedankenlautwerden und Beeinflussungserleben gehören zu Ich-Störungen.
Originalfrage
Frage 7: Ein 5-jähriges Mädchen spricht nur noch mit der Mutter und nicht mit Nachbarn/Freunden, obwohl altersentsprechende Sprache vorhanden ist. Welche Diagnose passt am ehesten?
A
ADHS
B
Asperger-Syndrom
C
Hebephrenie
D
Elektiver Mutismus
E
Agoraphobie
Richtige Antwort: D: Elektiver Mutismus
Elektiver/selektiver Mutismus beschreibt situationsgebundenes Nichtsprechen trotz vorhandener Sprachfähigkeit.
Originalfrage
Frage 8: Symptome einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen können sein: 1 somatisches Syndrom, 2 akustische Halluzination, 3 Versündigungswahn, 4 Verarmungswahn, 5 psychomotorische Hemmung.
A
Nur 2 und 4
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 5
D
1–5, alle sind richtig
E
Nur 1, 2, 4 und 5
Richtige Antwort: D: 1–5, alle sind richtig
Schwere Depression kann somatisches Syndrom, psychomotorische Hemmung und psychotische Symptome wie Schuld-/Verarmungswahn oder Halluzinationen zeigen.
SprintMed-Frage
Frage 9: Welche Maßnahmen gehören zur Behandlung einer Somatisierungsstörung? 1 Regelmäßige, vereinbarte Vorstellungen können sinnvoll sein. 2 Wiederholte ungezielte apparative Diagnostik sollte routinemäßig ausgeweitet werden. 3 Psychosoziale Faktoren sollten grundsätzlich nicht angesprochen werden. 4 Die Erklärung psychosomatischer Zusammenhänge kann Teil der Behandlung sein. 5 Eine ausführliche Sozialanamnese ist sinnvoll.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 1 und 4
C
Nur 1, 4 und 5
D
Nur 2, 3 und 5
E
Nur 1, 2, 4 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 1, 4 und 5
Wichtig sind feste Termine, ein gemeinsamer Plan, Psychoedukation und psychosoziale Anamnese. Wiederholte ungezielte Diagnostik verstärkt häufig die Fixierung.
SprintMed-Frage
Frage 10: Welche Aussagen zu Essstörungen treffen zu? 1 Essstörungen treten ausschließlich während der Pubertät auf. 2 Eiweißmangelödeme und Menstruationsstörungen können bei ausgeprägten Essstörungen auftreten. 3 Essstörungen betreffen ausschließlich Frauen. 4 Durch Laxantien- oder Diuretikaabusus können Elektrolytstörungen entstehen. 5 Zahnschäden bzw. Karies können Hinweise auf häufiges Erbrechen bei Bulimia nervosa sein.
A
Nur 1, 2 und 4
B
Nur 2, 3 und 5
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 3, 4 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: C: Nur 2, 4 und 5
Essstörungen betreffen überwiegend junge Frauen, aber nicht nur während der Pubertät. Elektrolytstörungen und Zahnschmelzdefekte sind prüfungsrelevant.
Originalfrage
Frage 11: Ein Patient droht unbeirrt, sich selbst zu töten, ist nicht absprachefähig und lehnt stationäre Aufnahme ab. Was machen Sie?
A
Weiterbehandeln und Therapieabstände verkürzen
B
Persönlich zum Hausarzt fahren
C
Angehörige informieren, damit diese etwas unternehmen
D
Patienten selbst nach Hause bringen
E
Polizei bzw. Ordnungsbehörde informieren
Richtige Antwort: E: Polizei bzw. Ordnungsbehörde informieren
Bei akuter Suizidalität ohne Absprachefähigkeit besteht Notfall. Polizei/Ordnungsbehörde bzw. Rettungsdienst einschalten, nicht allein weiterbehandeln.
Originalfrage
Frage 12: Welche Aussagen zum Delir treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
A
Irreversible chronische organische Psychose
B
Vegetative Störungen wie Tachykardie/Schwitzen sind typisch
C
Im Vordergrund steht Langzeitgedächtnisstörung
D
Delir hinterlässt in der Regel keine Amnesie
E
Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus treten auf
Richtige Antwort: B: Vegetative Störungen wie Tachykardie/Schwitzen sind typisch · E: Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus treten auf
Delir ist akut, fluktuierend und potenziell reversibel. Typisch sind Bewusstseins-/Aufmerksamkeitsstörung, vegetative Symptome und Schlaf-Wach-Störung.
SprintMed-Frage
Frage 13: Welche Aussagen treffen zu? 1 Inkohärentes bzw. zerfahrenes Denken ist eine inhaltliche Denkstörung. 2 Inkohärentes bzw. zerfahrenes Denken ist eine formale Denkstörung. 3 Halluzinationen sind Wahrnehmungen ohne entsprechende äußere Reizquelle. 4 Wahrnehmungsstörungen können bei Epilepsie auftreten. 5 Depressionen werden bei Männern häufiger diagnostiziert als bei Frauen.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 3 und 4
C
Nur 4 und 5
D
Nur 1, 3 und 5
E
Nur 2, 3 und 4
Richtige Antwort: E: Nur 2, 3 und 4
Zerfahrenheit ist formal. Halluzinationen können u. a. bei Psychosen, Intoxikation, Delir oder epileptischen Anfällen vorkommen. Depression wird bei Frauen häufiger diagnostiziert.
Originalfrage
Frage 14: Als Symptome einer Depression können auftreten: 1 sozialer Rückzug, 2 Interessenverlust, 3 Pseudodemenz, 4 Verarmungswahn, 5 Schlafstörungen.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 1, 2 und 5
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle sind richtig
Richtige Antwort: E: Alle sind richtig
Alle genannten Befunde können bei Depression auftreten; psychotische Symptome sind bei schweren depressiven Episoden möglich.
Originalfrage
Frage 15: Typische Methoden/Techniken der Verhaltenstherapie sind: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Traumdeutung
B
Systematische Desensibilisierung
C
Soziales Kompetenztraining
D
Freie Assoziation
E
Homöopathie
Richtige Antwort: B: Systematische Desensibilisierung · C: Soziales Kompetenztraining
Systematische Desensibilisierung und soziales Kompetenztraining gehören zur Verhaltenstherapie. Traumdeutung/freie Assoziation gehören zur Psychoanalyse.
Originalfrage
Frage 16: Welche Aussagen zur Depression treffen zu? 1 Kernsymptome nach ICD-10, 2 Frauen häufiger, 3 komorbid bei Alkoholabhängigkeit, 4 psychotische Symptome möglich, 5 EKT spielt keine Rolle.
A
Nur 1, 2 und 5
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: D: Nur 1, 2, 3 und 4
1–4 stimmen. EKT kann bei schweren, therapieresistenten oder psychotischen Depressionen relevant sein; daher ist Aussage 5 falsch.
Originalfrage
Frage 17: Bei Bulimia nervosa finden sich gehäuft: 1 Zahnschmelzdefekte, 2 Elektrolytstörungen, 3 Laxantienabusus, 4 Zönästhesien, 5 Negativismus.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 1 und 3
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 2, 3 und 5
E
Alle sind richtig
Richtige Antwort: C: Nur 1, 2 und 3
Zahnschmelzdefekte durch Erbrechen, Elektrolytstörungen und Laxantien-/Diuretikaabusus sind typische Begleitphänomene.
Originalfrage
Frage 18: Welche Aussagen zur Schizophrenie treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
A
Erstmanifestation typischerweise zwischen 15 und 30 Jahren
B
Lebenszeitrisiko ca. 5 %
C
Frauen deutlich häufiger betroffen
D
Suizidale Krisen erst nach jahrelanger Erkrankung
E
Familiäre Häufung kommt vor
Richtige Antwort: A: Erstmanifestation typischerweise zwischen 15 und 30 Jahren · E: Familiäre Häufung kommt vor
Schizophrenie beginnt häufig im jungen Erwachsenenalter; Lebenszeitrisiko etwa 1 %, familiäre Häufung. Suizidalität kann früh auftreten.
Originalfrage
Frage 19: Typisch für eine histrionische Persönlichkeitsstörung ist:
A
Stilles, zurückhaltendes Auftreten
B
Exzentrisches, theatralisches Verhalten
C
Übermäßiges Misstrauen
D
Einzelgängerisches Verhalten
E
Gewissenhaftigkeit, Perfektionismus
Richtige Antwort: B: Exzentrisches, theatralisches Verhalten
Histrionisch bedeutet u. a. theatralisch, dramatisierend, aufmerksamkeitssuchend und emotional expressiv.
Originalfrage
Frage 20: Typische Merkmale des Alkoholdelirs sind: 1 zeitliche Desorientiertheit, 2 optische Halluzinationen, 3 Nesteln, 4 Bradykardie, 5 Schwitzen.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: D: Nur 1, 2, 3 und 5
Alkoholdelir zeigt Desorientierung, optische Halluzinationen, Nesteln, Tremor, Schwitzen, Tachykardie/Hypertonie. Bradykardie ist nicht typisch.
Originalfrage
Frage 21: Welche Störungsbilder gehören nach ICD-10 zu affektiven Störungen? 1 Hypomanie, 2 Manie mit psychotischen Symptomen, 3 Dysthymia, 4 Zwangsstörung, 5 Zyklothymia.
A
Nur 3 und 5
B
Nur 1, 2 und 3
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: D: Nur 1, 2, 3 und 5
Hypomanie, Manie, Depression, Dysthymie und Zyklothymie sind affektive Störungen. Zwangsstörung gehört zu F4.
Originalfrage
Frage 22: Frühere Einnahme von Haloperidol kann am ehesten hinweisen auf: 1 Manie, 2 Schizophrenie, 3 organisch bedingte Psychose, 4 Epilepsie, 5 Parkinson.
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 2 und 4
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 2, 3 und 4
E
Nur 3, 4 und 5
Richtige Antwort: A: Nur 1, 2 und 3
Haloperidol ist ein hochpotentes Neuroleptikum, eingesetzt u. a. bei Psychosen, Schizophrenie und manischen Zuständen/Erregung.
SprintMed-Frage
Frage 23: Welche Aussagen zur schizoiden Persönlichkeitsstörung treffen zu? 1 Ein ausgeprägtes Bedürfnis nach intensiven sozialen Beziehungen ist typisch. 2 Emotionale Kühle und Distanziertheit können auftreten. 3 Betroffene wirken häufig introvertiert und einzelgängerisch. 4 Ausgeprägte Theatralik und ständiges Streben nach Aufmerksamkeit sind typisch. 5 Ein vermindertes Gespür für soziale Normen kann beschrieben werden.
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 2 und 4
C
Nur 1, 4 und 5
D
Nur 2, 3 und 4
E
Nur 2, 3 und 5
Richtige Antwort: E: Nur 2, 3 und 5
Schizoide Persönlichkeit: emotionale Distanziertheit/Kühle, Einzelgängertum, wenig Interesse an engen Beziehungen; in vielen HP-Fragen wird auch mangelndes Gespür für soziale Normen genannt.
Originalfrage
Frage 24: Gefahren des Gebrauchs von Ecstasy/MDMA sind: 1 Panikstörungen, 2 Depressivität, 3 drogeninduzierte Psychosen, 4 Krampfanfälle, 5 Hyperthermie.
A
Nur 3
B
Nur 2 und 3
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 1, 2, 4 und 5
E
1–5, alle sind richtig
Richtige Antwort: E: 1–5, alle sind richtig
MDMA/Amphetamine können psychische Entgleisungen, Hyperthermie, Krampfanfälle, vegetative Komplikationen und depressive Nachwirkungen auslösen.
Originalfrage
Frage 25: Negativsymptomatik bei Schizophrenie: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Sprachverarmung
B
Halluzinationen
C
Selektiver Mutismus
D
Flacher Affekt
E
Wahnideen
Richtige Antwort: A: Sprachverarmung · D: Flacher Affekt
Negativsymptome sind z. B. Affektverflachung, Alogie/Sprachverarmung, Anhedonie, sozialer Rückzug und Antriebsminderung. Halluzination/Wahn = Positivsymptome.
Originalfrage
Frage 26: Ein Delirium tremens 1 ist lebensbedrohlich, 2 Komplikation langjähriger Alkoholabhängigkeit, 3 Spezialform der Schizophrenie, 4 kann Krampfanfälle zeigen, 5 Kardinalsymptome Rigor/Tremor/Akinese.
A
Nur 1 und 2
B
Nur 2 und 4
C
Nur 1, 2 und 4
D
Nur 1, 3 und 4
E
Nur 1, 2, 4 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 1, 2 und 4
Delirium tremens ist lebensbedrohlicher Alkoholentzug mit vegetativer Entgleisung, Bewusstseinsstörung, Halluzinationen und ggf. Krampfanfällen. Rigor/Tremor/Akinese = Parkinson-Trias.
Originalfrage
Frage 27: Welche Aussagen zu Delir treffen zu? 1 hyperaktiv mit Erregbarkeit, 2 hypoaktiv mit Verlangsamung/reduziertem Bewusstsein, 3 Alkoholdelir mit vegetativen Symptomen, 4 Alter/Demenz Risikofaktoren, 5 fluktuierend, abends oft stärker.
A
Nur 1 und 4
B
Nur 2 und 3
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
1–5, alle sind richtig
Richtige Antwort: E: 1–5, alle sind richtig
Alle Aussagen sind richtig. Delir kann hyperaktiv, hypoaktiv oder gemischt verlaufen und fluktuiert häufig.
Originalfrage
Frage 28: Welche Aussagen zur Suizidalität treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
A
Fragen nach Suizidgedanken meiden, da sie Risiko erhöhen
B
Suchtkranke Menschen sind erhöht suizidgefährdet
C
Plötzliche Ruhe nach Verzweiflung bedeutet sichere Besserung
D
Nur wenige Patienten kündigen Suizidhandlungen an
E
In Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als im Verkehr
Richtige Antwort: B: Suchtkranke Menschen sind erhöht suizidgefährdet · E: In Deutschland sterben mehr Menschen an Suizid als im Verkehr
Suizidgedanken müssen aktiv und ruhig angesprochen werden. Sucht erhöht das Risiko. Plötzliche Ruhe kann nach Entschluss auftreten und ist Warnzeichen.
Originalfrage
Frage 29: Alkoholkranker älterer Mann, desorientiert, Merkfähigkeit gestört, konfabulierend. Am ehesten handelt es sich um:
A
Komplizierter Rauschzustand
B
Alzheimer-Demenz
C
Korsakow-Syndrom
D
Mittelgradige Intelligenzminderung
E
Typisches Entzugsdelir
Richtige Antwort: C: Korsakow-Syndrom
Korsakow-Syndrom: Gedächtnisstörung, Desorientierung und Konfabulationen, meist bei chronischem Alkoholismus/Thiaminmangel.
Originalfrage
Frage 30: Zu den Ich-Störungen zählen: 1 Depersonalisation, 2 Fremdbeeinflussungserleben, 3 Illusionen, 4 Gedankenentzug, 5 hypochondrischer Wahn.
A
Nur 1 und 3
B
Nur 2 und 3
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 1, 2 und 4
E
1–5, alle sind richtig
Richtige Antwort: D: Nur 1, 2 und 4
Depersonalisation, Fremdbeeinflussung und Gedankenentzug zählen zu Ich-Störungen. Illusion = Wahrnehmungsstörung; hypochondrischer Wahn = inhaltliche Denkstörung.
SprintMed-Frage
Frage 31: Welche Aussagen zur Binge-Eating-Störung treffen zu? 1 Regelmäßige kompensatorische Maßnahmen wie selbstinduziertes Erbrechen sind obligat. 2 Wiederkehrende Essanfälle treten über einen längeren Zeitraum auf. 3 Nach Essanfällen können Scham- und Schuldgefühle auftreten. 4 Psychische Faktoren spielen bei Entstehung und Aufrechterhaltung eine wichtige Rolle. 5 Typischerweise besteht durch regelmäßige Gegenmaßnahmen ausgeprägtes Untergewicht.
A
Nur 2 und 4
B
Nur 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 2, 3 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: C: Nur 2, 3 und 4
Binge Eating: wiederholte Essanfälle mit Kontrollverlust, Scham/Schuld; keine regelmäßigen kompensatorischen Maßnahmen, daher nicht typischerweise Untergewicht.
SprintMed-Frage
Frage 32: Welche Aussagen zur Bulimia nervosa treffen zu? 1 In der Vorgeschichte kann eine Anorexia nervosa bestanden haben. 2 Laxantien, Schilddrüsenpräparate oder Diuretika können zur Gewichtskontrolle missbräuchlich eingesetzt werden. 3 Betroffene sind grundsätzlich deutlich untergewichtig. 4 Depressive Beschwerden kommen praktisch nicht vor. 5 Depressive Symptome treten vergleichsweise häufig auf.
A
Nur 2 und 5
B
Nur 1, 2 und 5
C
Nur 1, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: B: Nur 1, 2 und 5
Bulimie betrifft häufiger Frauen; BMI ist oft normal. Frühere Anorexie, kompensatorische Maßnahmen und depressive Symptome sind häufig.
Originalfrage
Frage 33: Patient berichtet, Mienenspiel und Bewegungen der Nachbarn bezögen sich auf ihn und signalisierten besondere Kräfte. Am ehesten:
A
Depression
B
Schizophrenie
C
Zwangsstörung
D
Persönlichkeitsstörung
E
Angststörung
Richtige Antwort: B: Schizophrenie
Beziehungswahn und Größen-/Sendungsideen sprechen für psychotisches Erleben, klassisch bei Schizophrenie.
SprintMed-Frage
Frage 34: Welche Aussagen zu Ticstörungen nach ICD-10 treffen zu? 1 Tics sind typischerweise rhythmische, willentlich gesteuerte Bewegungen. 2 Ticstörungen beginnen typischerweise erst im höheren Erwachsenenalter. 3 Der Beginn liegt häufig im Kindesalter und vor der Pubertät. 4 Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt. 5 Ticstörungen können vorübergehend auftreten.
A
Nur 3 und 5
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 3, 4 und 5
E
Alle Aussagen sind richtig
Richtige Antwort: D: Nur 3, 4 und 5
Tics sind unwillkürlich, plötzlich, wiederholt, nicht rhythmisch. Chronisch erst bei längerer Dauer; vorübergehende Ticstörungen sind möglich.
SprintMed-Frage
Frage 35: Welche Informationen stützen den Verdacht auf Anorexia nervosa? 1 Die Patientin meidet gezielt fett- und kohlenhydratreiche Lebensmittel. 2 Der BMI beträgt 19,5 kg/m² bei stabilem Gewicht. 3 Sie berichtet über selbstinduziertes Erbrechen zur Gewichtskontrolle. 4 Die Menstruation ist regelmäßig und es bestehen keinerlei endokrine Auffälligkeiten. 5 Trotz Untergewicht erlebt sie sich weiterhin als zu dick.
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 1, 3 und 5
D
Nur 2, 4 und 5
E
Nur 1, 2, 3 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 1, 3 und 5
Bei Anorexie typisch sind Untergewicht, Körperschemastörung/Angst vor Gewichtszunahme und aktive Gewichtsreduktion. BMI 19,5 und normale Blutung stützen es nicht.
SprintMed-Frage
Frage 36: Welche Aussagen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung treffen zu? 1 Affektive Instabilität ist für das Störungsbild untypisch. 2 Die Diagnose wird in klinischen Stichproben häufiger bei Frauen gestellt. 3 Missbrauchs- und Gewalterfahrungen finden sich in der Vorgeschichte vergleichsweise häufig. 4 Impulsivität gehört grundsätzlich nicht zum Störungsbild. 5 Zwischenmenschliche Beziehungen sind typischerweise dauerhaft stabil und konfliktarm.
A
Nur 2 und 3
B
Nur 4 und 5
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
1–5, alle sind richtig
Richtige Antwort: A: Nur 2 und 3
Borderline ist durch Instabilität in Affekt, Beziehungen und Selbstbild sowie Impulsivität gekennzeichnet. Suchtmittelmissbrauch ist nicht selten; Affektregulation ist typischerweise gestört.
Originalfrage
Frage 37: Verminderter Antrieb ist typisch bei: 1 schizophrenem Residuum, 2 Hypothyreose, 3 Stimulanzieneinnahme, 4 Manie, 5 Depression.
A
Nur 1 und 5
B
Nur 2 und 5
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 2, 3 und 4
E
Nur 1, 2, 4 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 1, 2 und 5
Antriebsminderung passt zu Depression, Hypothyreose und schizophrenem Residuum. Stimulanzien und Manie führen eher zu gesteigertem Antrieb.
Originalfrage
Frage 38: Welche Erkrankung bringt das größte Risiko mit sich, an der Erkrankung zu sterben?
A
Bulimia nervosa
B
Anorexia nervosa
C
Hypochondrische Störung
D
Somatoforme autonome Funktionsstörung
E
Generalisierte Angststörung
Richtige Antwort: B: Anorexia nervosa
Anorexia nervosa hat eine der höchsten Mortalitätsraten unter psychischen Erkrankungen, u. a. durch somatische Komplikationen und Suizid.
Originalfrage
Frage 39: Halluzinationen: Welche Aussage trifft zu?
A
Treten erst nach der Pubertät auf
B
Kommen bei organischen psychischen Störungen vor
C
Sind Störungen des Affekts
D
Sind inhaltliche Denkstörungen
E
Sind eine Gedächtnisstörung
Richtige Antwort: B: Kommen bei organischen psychischen Störungen vor
Halluzinationen sind Wahrnehmungsstörungen ohne äußeren Reiz und können auch bei organischen Störungen, Delir, Epilepsie oder Intoxikation auftreten.
Originalfrage
Frage 40: Typische Methode/Technik der Psychoanalyse ist:
A
Shaping
B
Kognitive Umstrukturierung
C
Bearbeitung der Übertragung
D
Biofeedback
E
Flooding
Richtige Antwort: C: Bearbeitung der Übertragung
Bearbeitung von Übertragung/Gegenübertragung ist psychoanalytisch. Shaping, kognitive Umstrukturierung, Biofeedback/Flooding sind verhaltenstherapeutisch.
Originalfrage
Frage 41: Was beschreibt akustische Halluzination korrekt?
A
Ohrgeräusche durch Hörfilterverlust
B
Illusorische Verkennung realer Reize
C
Unbeirrbare Verfolgungsüberzeugung
D
Vorahnung einer Katastrophe
E
Sinneswahrnehmung ohne äußere Reizquelle
Richtige Antwort: E: Sinneswahrnehmung ohne äußere Reizquelle
Halluzination = Sinneswahrnehmung ohne äußere Reizquelle. Illusion = Fehlinterpretation realer Reize.
SprintMed-Frage
Frage 42: Welche Erkrankungen gehen im Verlauf gehäuft mit einer demenziellen Entwicklung einher? 1 Eine isolierte spezifische Phobie führt typischerweise zu einer Demenz. 2 Arteriosklerotische bzw. vaskuläre Erkrankungen können mit einer demenziellen Entwicklung einhergehen. 3 Morbus Parkinson kann im Verlauf mit einer Demenz einhergehen. 4 Chronischer Alkoholismus kann zu kognitiven Schädigungen und demenziellen Syndromen führen. 5 Eine unkomplizierte Anpassungsstörung führt typischerweise zu einer Demenz.
A
Nur 2 und 3
B
Nur 1, 3 und 4
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 3, 4 und 5
E
Nur 1, 2, 4 und 5
Richtige Antwort: C: Nur 2, 3 und 4
Vaskuläre Schädigung/Arteriosklerose, Parkinson und chronischer Alkoholismus können mit Demenzentwicklung einhergehen.
Originalfrage
Frage 43: Welche Aussagen zu Angsterkrankungen sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten.
A
Agoraphobie = Angst vor Spinnen
B
Soziale Phobie: Angst in sozialen Situationen mit Rückzug
C
Generalisierte Angst = mehrere Phobien gleichzeitig
D
Panikattacke: plötzlich Angst mit Herzrasen, Beklemmung, Hitze, Zittern
E
Panikstörungen sind immer situationsgebunden
Richtige Antwort: B: Soziale Phobie: Angst in sozialen Situationen mit Rückzug · D: Panikattacke: plötzlich Angst mit Herzrasen, Beklemmung, Hitze, Zittern
Soziale Phobie betrifft soziale Bewertungssituationen. Panikattacken treten plötzlich mit vegetativen Symptomen auf. Agoraphobie ist nicht Spinnenangst.
SprintMed-Frage
Frage 44: Ein Patient wirkt plötzlich verwirrt, desorientiert, schwitzt, ist tachykard und schwankt im Tagesverlauf. Was ist prüfungsnah am wichtigsten?
A
Zuerst Persönlichkeitsstörung abklären
B
Delir als somatischen Notfall erkennen
C
Tiefenpsychologische Deutung beginnen
D
Patienten beruhigen und nach Hause schicken
E
Ausschließlich Depression vermuten
Richtige Antwort: B: Delir als somatischen Notfall erkennen
Akute Verwirrtheit plus vegetative Zeichen = Delirverdacht. Das ist ein medizinischer Notfall und gehört ärztlich/klinisch abgeklärt.
SprintMed-Frage
Frage 45: Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen Wahn und Zwang am besten?
A
Wahn wird als unsinnig erkannt, Zwang nicht
B
Zwang wird meist als ich-fremd erlebt, Wahn mit subjektiver Gewissheit
C
Wahn tritt nie bei Depression auf
D
Zwang ist immer psychotisch
E
Beides ist formal-diagnostisch identisch
Richtige Antwort: B: Zwang wird meist als ich-fremd erlebt, Wahn mit subjektiver Gewissheit
Zwangsgedanken werden meist als übertrieben/ich-fremd erlebt. Wahn ist unkorrigierbare subjektive Gewissheit trotz Gegenbeweisen.
🎤 Mündliche Kurzprüfung
Mündliche Frage
Erstelle einen psychopathologischen Befund in Stichpunkten.

Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit/Konzentration, Gedächtnis, formales Denken, inhaltliches Denken/Wahn, Wahrnehmung, Ich-Störungen, Affekt, Antrieb/Psychomotorik, Suizidalität/Fremdgefährdung, Krankheitseinsicht. Immer klar beschreibend, nicht wertend.
Mündliche Frage
Wie explorierst du Suizidalität prüfungssicher?

Direkt und ruhig fragen: Lebensüberdruss, Todeswunsch, Suizidgedanken, konkrete Pläne, Zeitpunkt, Mittel, Vorbereitungen, frühere Versuche, Substanzkonsum, Schutzfaktoren, Absprachefähigkeit. Bei akuter Gefahr nicht allein lassen und Notfallwege einleiten.
Mündliche Frage
Nenne die Kardinalsymptome eines Delirs.

Akuter Beginn, fluktuierender Verlauf, Bewusstseins-/Aufmerksamkeitsstörung, Desorientierung, Wahrnehmungsstörungen, psychomotorische Unruhe oder Hypoaktivität, Schlaf-Wach-Störung, vegetative Symptome. Immer somatischer Notfall.
Mündliche Frage
Unterschied Halluzination, Illusion, Wahn.

Halluzination = Wahrnehmung ohne äußeren Reiz. Illusion = Verkennung eines realen Reizes. Wahn = unkorrigierbare, subjektiv gewisse Fehlbeurteilung der Realität.
Mündliche Frage
Depression vs. Demenz: Was ist prüfungsrelevant?

Depression oft subjektiv stark beklagt, „weiß nicht“-Antworten, Antriebsminderung, depressive Stimmung, potenziell reversibel; Demenz eher progredient, Betroffene bagatellisieren häufiger, Orientierungs-/Alltagskompetenz zunehmend gestört. Suizidalität bei Depression prüfen.